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Samstag, 22. November 2008

Pestizidfunde in Obst und Gemüse



März 2007: Rewe reagiert - mit Vorwürfen


Am 14. Februar hat Greenpeace den neuen Einkaufsratgeber "Essen ohne Pestizide" veröffentlicht. Tausende Verbraucher haben sich seither per Internet und mit Postkarten an der Protestaktion gegen Edeka, Rewe und Kaiser's/Tengelmann beteiligt. Sie forderten von den Schlusslichtern im aktuellen Supermarktvergleich Lebensmittel, die frei sind von Pestizidrückständen. Nach Edeka versendet nun auch Rewe Antworten an die besorgten Verbraucher. Lesen Sie, was Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter dazu sagt.

Rewe hat endlich unsere jahrelangen Forderungen aufgegriffen und angekündigt, für eine geringere Pestizidbelastung der Produkte zu sorgen. Die Pestizidbelastungen von Obst und Gemüse sollen auf maximal 70 Prozent der gesetzlichen Höchstmenge und der sogenannten Akuten Referenzdosis (ARfD) reduziert werden. Ein längst überfälliger Schritt, wenn man bedenkt, dass Rewe Österreich bereits seit über drei Jahren erfolgreich ein Programm zur Pestizidreduktion durchführt.

Gleichzeitig erhebt Rewe in seinem Antwortbrief an Verbraucher schwere Vorwürfe gegen Greenpeace: Wissenschaftliche Erkenntnisse seien nicht berücksichtigt worden, es habe massive handwerkliche Fehler von Greenpeace-Seite aus gegeben. Außerdem sei der Bezugsweg der beanstandeten Proben völlig unklar.

Alle Anschuldigungen erweisen sich als nicht haltbar
Alle Anschuldigungen wurden von uns überprüft und kein einziger erweist sich als haltbar, stellt Manfred Krautter fest. Zum Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit meint Krautter: Das Gegenteil ist richtig. Keine andere unabhängige Test-Organisation zieht für ihre Tests auch nur annähernd so hohe Probenzahlen heran, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Ein erstklassiges Fachlabor sorgt für höchste Qualität der Analysen und es überprüft die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte. Ein mit Toxikologen entwickeltes Bewertungssystem sorgt zudem dafür, dass die Greenpeace-Bewertungen auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sind und zum Beispiel auch Mehrfachbelastungen berücksichtigt werden.

Auch regionale Zulassungen bestimmter Pestizide habe man berücksichtigt, so Krautter. Das müsse dem Rewe-Konzern ebenso bekannt sein wie die angeblich unklaren Bezugswege des Obstes und Gemüses. Denn die vollständigen Probendaten und Ergebnisse wurde dem Konzern per Einschreiben zugeschickt. Grundsätzlich gilt: Jeder Interessent kann die umfassenden Test-Informationen auf Anfrage bei Greenpeace erhalten.

Wichtige Einkaufstipps gibt der neue kostenlose Ratgeber "Essen ohne Pestizide" von Greenpeace:
Sie können den Ratgeber per E-Mail bestellen oder als PDF (662 kb) herunterladen. Er vergleicht nicht nur Supermärkte, sondern informiert auch darüber, welche Obst- und Gemüsesorten kaum belastet sind und welche Herkunftsländer empfehlenswert sind.
Eine kurze Übersicht ermöglichen die Check-Karten für Ihr Portemonnaie (PDF, 164 kb).
Den im Ratgeber erwähnten Siegel-Spiegel finden Sie hier.

Machen Sie mit:
Schicken Sie den Pestizid-Schlusslichtern Edeka, Kaiser's/Tengelmann und Rewe eine Protestmail und fordern Sie giftfreies Essen.


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