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Samstag, 22. November 2008

Giftige Luftballons



Kindergeburtstage, Fasching, Hochzeiten und Silvesterfeiern machen mit Luftballons erst so richtig Spaß. Doch sind die bunten Spaßmacher auch so harmlos wie sie aussehen?


Schon beim Aufblasen hinterlassen sie oft einen merkwürdigen Geschmack im Mund. Der Greenpeace-Test von 21 verschiedenen Kinder- und Party-Ballons zeigt es nun: Die meisten enthalten hohe Konzentrationen Krebs erregender Nitrosamine, die man beim Aufblasen oder Spielen leicht aufnehmen und verschlucken kann. Zwar gibt es Grenzwerte für Babysauger aus Kautschuk und für Lebensmittel, jedoch nicht für Luftballons.

Greenpeace fordert deshalb rasche Abhilfe und das Verbot von Nitrosaminen in Luftballons. Bis es dazu kommt, beachten Sie bitte unsere Verbrauchertipps.

Luftballons erwiesen sich beim aktuellen Test des Greenpeace-EinkaufsNetzes als wahre Giftblasen: Bis zu 464 mg (Mikrogramm) Nitrosamine pro Kilogramm fanden die von Greenpeace beauftragten Labors in handelsüblichen Luftballons. Zwar gibt es keine verbindlichen Grenzwerte, doch das Bundesinstitut für Risikobewertung und -kommunikation (BfR) empfiehlt 10 mg/kg.

17 der getesteten 21 Ballons (81 Prozent), überschritten diesen Wert um das bis zu 46-Fache. Vier Ballons (19%) enthielten Nitrosamine im Bereich des Grenzwertes. Rückstandsfrei war kein Ballon. Hinzu kamen hohe Rückstände nitrosierbarer Verbindungen, die sich im Körper in Nitrosamine umwandeln können. Die für diese Stoffe geltende Grenzwertempfehlung von 5 Mikrogramm pro Kubikdezimeter (mg/dm2) überschritten 3 Ballons.


 
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