Lebensmittel-Siegel: Who ist Who
Ist bio wirklich bio? Ja, die Begriffe bio und öko sind mittlerweile geschützt und erfüllen die Kriterien des Bio-Siegels. Achtung: Lebensmittel, die vor einem bestimmten Stichtag diese Namenszusätze trugen, z. B. Bioghurt, sind von der Regel ausgenommen. Ab 2007 gilt aber auch für diese Produkte: Wo bio drauf steht, muss öko drin sein.
Verpackungen geschmückt mit glücklichen Landwirten, Hühnern und Rüben sowie mit Slogans "aus naturnaher Landwirtschaft" oder "aus kontrolliertem Anbau" sagen dagegen höchstens aus, dass fähige Werbegestalter am Werk waren.
Auch längst nicht alle Siegel wie z. B. das CMA-Siegel garantieren Qualität. Ja, was denn nun? Als ob Einkaufen mit schreienden Kindern und einem Auto im Halteverbot nicht schon anstrengend genug wäre. Keine Sorge: Mit dem staatlichen, gut erkennbaren Bio-Siegel können Sie schnell Bio-Ware von konventioneller unterscheiden. Da die Verwendung des Siegels freiwillig ist, tragen nicht alle Bio-Produkte das sechseckige Logo. Auf vielen Bio-Produkten ist zusätzlich noch ein weiteres Zeichen zu sehen. Die Anbauverbände beispielsweise nutzen ihr eigenes Kennzeichen, weil ihre Kriterien strenger als die des Bio-Siegels sind.
Sicherheit gibt Ihnen die gesetzlich vorgeschriebene EG-Kontrollstellen-Nummer, z. B. DE-001-Öko-Kontrollstelle. Sie bestätigt, dass das Produkt den Öko-Richtlinien der Europäischen Union entspricht und Landwirte sowie Lebensmittelhersteller streng kontrolliert werden. Die Nummer steht entweder in Kombination mit einem Öko-Siegel oder allein auf der Packung. Fehlt diese Nummer, ist es kein zertifiziertes Öko-Produkt.
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