Machen Sie das Verbraucherministerium zum Testlabor!
Bauer Piprek, größter Gen-Maisanbauer der Nation, sät Gen-Pflanzen im Naturschutzgebiet oder wie ihm gerade der Sinn steht: Auch auf Feldern bei denen der Eigentümer nicht zugestimmt hat und auf Feldern, die nicht vorschriftsgemäß im Standortregister eingetragen waren, wächst sein Gen-Mais und produziert Insektengift. Außerdem verbietet das Verbraucherministerium den Verkauf von Genmais-Saatgut aufgrund von Umweltrisiken, aber erst, nachdem er ausgesät wurde. Keine Geschichten zum Sommerloch, sondern gelebter Wahnsinn.
Der jüngste Vorfall zeigt einmal mehr, dass Gentechnik auf dem Acker nicht kontrollierbar ist. Erst recht nicht, wenn weitreichende Regelungen fehlen. Greenpeace fordert daher, dass die Auflagen beim Anbau von Gen-Pflanzen im Gentechnikgesetz verschärft werden und harte Sanktionen bei Verstößen erfolgen. Voraussichtlich im Herbst wird das Parlament über das Gentechnikgesetz abstimmen. Das jetzt schon laxe Gesetz soll nicht etwa verbessert, sondern verschlechtert werden!
Zeigen Sie Seehofer, welche Konsequenzen sein Umgang mit Gen-Pflanzen haben kann. Weil niemand mehr wissen kann, wo der Gen-Mais wächst, soll Seehofer ihn testen! Machen Sie Folgendes:
1. Zupfen Sie ein Blatt von einer Mais-Pflanze in Ihrer Umgebung, und schicken Sie dieses zum Gen-Test an Seehofer! Wenn kein Feld in der Nähe ist, füllen Sie den Umschlag mit deutschem Körnermais oder deutschem Popcorn.
2. Legen Sie einen erklärenden Brief bei. Einen Vorschlag finden Sie hier zum Download als PDF. Bitte ergänzen Sie in den grauen Feldern das Datum und Ihre Adresse!
Für Fortgeschrittene: Besonders toll wäre es, wenn Sie auch dem Abgeordneten aus Ihrem Wahlkreis mitteilen, was Sie von ihm oder ihr bei der Abstimmung über das Gentechnikgesetz erwarten! Auf dieser Seite des Deutschen Bundestages finden Sie Ihren Abgeordneten!
3. Tragen Sie sich in unserer Deutschlandkarte ein, wenn Sie Ihre Maisprobe versandt haben! Ein virtueller Maiskolben zeigt Ihnen, von wo überall Seehofer Maisproben erhalten hat!
Und zum Schluss: Wenn Ihnen das Ministerium die Ergebnisse zusendet oder Ihnen antwortet, schicken Sie diese bitte auch an einkaufsnetz@greenpeace.de.


