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Freitag, 3. September 2010

Tauziehen um Gen-Pflanzen



Greenpeace protestiert im November 2007 vor der EU-Kommission gegen die Zulassung von zwei neuen Gen-Pflanzen.

Mit schwarzen Anzügen, Schlips und Kragen ausgestattet sind am Mittwoch, den 28. November, Greenpeace-Aktivisten in die Rolle von Gentechnik-Lobbyisten geschlüpft. "Danke für's Ignorieren der Wissenschaft", steht auf einem Schild vor der Europäischen Kommission in Brüssel. Die Parodie verdeutlicht den Konflikt innerhalb der Kommission um die Zulassung von zwei neuen Gen-Pflanzen: Die Gentechnikindustrie will mit aller Macht ihre Gen-Saat auf den Markt bringen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse bezweifeln die Sicherheit dieser Pflanzen.


"Hinter der Parodie steckt der erntgemeinte Aufruf nach mehr Transparenz. Die Gentechnikindustrie hat einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf bestimmte Abteilungen innerhalb der Kommission", erklärt Marco Contiero von Greenpeace International. "Lobby-Gruppen der Industrie wie die 'European Federation of Biotechnology' (EFB) und 'EuropaBio' haben excellente Verbindungen zur Kommission. Wir fordern die EU-Kommission auf, nicht den mächtigen Gentechniklobbyisten zuzuhören, sondern dem Vorschlag von EU-Kommissar Dimas zu folgen und der Zulassung von zwei neuen Gen-Pflanzen nicht zuzustimmen."

Die Kommission wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über die Gen-Pflanzen BT11 sowie 1507 abstimmen. Beide sind mit dem Gift des Bacillus thuringiensis (Bt) ausgestattet und sollen den Maiszünsler abtöten. Umweltkommissar Dimas hat überraschend Ende Oktober gefordert, den Antrag zurückzuweisen. In der Tat mehren sich wissenschaftliche Hinweise, dass insektengiftige Gen-Pflanzen auch Schmetterlinge und Bienen schädigen. Es ist ein Tauziehen um die Zukunft der Landwirtschaft und Ernährung.

Greenpeace bezieht sich auch auf das EU-Recht, das das Vorsorgeprinzip zum Schutz der Umwelt und Menschen vorsieht. Und auch die Menschen in Europa lehnen mehrheitlich Gentechnik im Essen und auf dem Acker ab. Länder wie Frankreich haben den Anbau von Gen-Mais ausgesetzt.

Wie groß das Engagement der Menschen in Europa ist, zeigt auch unsere aktuelle Mitmachaktion. 75.000 Verbraucher haben sich bislang europaweit beteiligt. Mehr über die Möglichkeit mitzumachen, erfahren Sie hier.

Machen Sie mit. Schicken Sie dem Präsidenten der EU-Kommission, Manuel Barroso, sowie den Kommissaren Dimas, Kyprianou, Fischer-Boel und dem deutschen Industriekommissar Verheugen eine Mail. Teilen Sie der EU-Kommission mit, dass Ihre Gesundheit und der Schutz der Umwelt Vorrang vor den kommerziellen Interessen der Chemie-Konzerne hat.


 




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Greenpeace präsentiert die neue Community für alle, die aktiven Umweltschutz leisten wollen. Auf GreenAction finden Sie Mitstreiter, mit denen Sie sich verbünden können – für die gute Sache. Schauen Sie rein!

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Immer mehr Lebensmittelhersteller vermeiden Gentechnik in der Produktion - nur wer? Schauen Sie selbst nach und bestellen Sie hier unseren Ratgeber.

Hier wächst Gen-Mais in Deutschland

Auf unserer interaktiven Deutschlandkarte kann man sofort nachsehen, wo in Deutschland Gen-Mais angebaut werden soll: www.greenpeace.de/gen-mais-karte

Vattenfall täuscht Klimaschutz vor

Diesem Komödienstück antwortet Greenpeace mit einer Persiflage. http://www.klimaunterschrift-vattenfall.de