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Mittwoch, 7. Januar 2009

Kids for Earth bei UN-Biodiversitätskonferenz



99 Urwaldbäume, sind bald nur noch schöne Träume... sangen die Kids for Earth auf ihrer Demo am Montag in Bonn. 500 Kinder und Jugendliche von Greenpeace demonstrierten dort für den Urwald- und Klimaschutz.


Die Demo fand zum Auftakt der UN-Biodiversitätskonferenz (CBD) am 19. Mai 2008 statt. Verkleidet als Urwaldtiere, Bäume und Schmetterlinge zogen die Kids for Earth von den Rheinauen zum Tagungszentrum der CBD.

Dort übergaben die Kinder auf der Haupttribüne 115.000 Unterschriften an Umweltminister Sigmar Gabriel, die Bonner Bürgermeisterin Bärbel Diekmann und den Generalsekretär der CBD Ahmed Djoghlaf. Mit Hilfe dieser Unterschriften fordern sie die deutsche Regierung auf, sich für den Urwald- und Klimaschutz einzusetzen.

Mara (15) war auch dabei. Sie hätte nicht gedacht, dass es so bunt wird. "Es war wirklich super toll", berichtete sie. "Besonders schön war, dass auch Kids aus anderen Ländern dabei waren. Zum Beispiel ein Junge aus dem Amazonas-Gebiet. Er konnte uns natürlich seine ganz persönlichen Eindrücke vom Urwaldschwund erzählen. Das Ganze war schon sehr beeindruckend!"

Die Kids for Earth setzen sich seit Anfang März für die Urwälder und das Klima ein. Sie sammelten Unterschriften, organisierten Ausstellungen und malten Banner für die Demo. Ihr Motto lautet: Urwaldschutz ist Klimaschutz.

Dazu Paul Lüdemann (13) aus Delmenhorst: "Urwälder sind Schatzkammern der Artenvielfalt und die Klimaanlage des Planeten. 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase stammen aus Abholzung und Brandrodung der Wälder. Das sind mehr klimaschädliche Abgase, als alle Autos und Flugzeuge der Welt ausstoßen! Wir Kids for Earth wollen, dass die in Bonn versammelten Politiker endlich die Zerstörung der letzten Urwaldparadiese beenden."

Zusammen mit Veronica aus Brasilien hat Paul auf der CBD-Eröffnungszeremonie eine Rede gehalten. Darin fordern die beiden - stellvertretend für alle Kids - die Konferenzteilnehmer auf, sich jetzt für den Urwaldschutz und damit für das Klima stark zu machen. Schließlich es geht um die Zukunft der Kinder auf der ganzen Welt! Nach der bewegenden Rede ist Umweltminister Gabriel auf Paul zu gegangen und hat ihm zu seiner Rede gratuliert.

Artenverlust und Klimawandel kann nur gebremst werden, wenn ein weltweites Netz von Waldschutzgebieten geschaffen wird. Für die Einrichtung solcher Gebiete müssen die Industrienationen ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stellen. Als Gastgeberin der CBC sollte Angela Merkel diese Finanzierungs-Initiative starten. Deutschland könnte jährlich zwei Milliarden Euro aus dem Abbau klimaschädlicher Subventionen im Verkehrsbereich beisteuern.


 




Keine "Klimaunterschrift" für Vattenfall

Perfider geht es kaum. Mit einer neuen Internetseite ruft Vattenfall umweltbesorgte Verbraucher auf, für den Klimaschutz zu unterschreiben. In Animationen retten diese Unterschriften Gletscher in den Alpen oder auch einen Eisbären vor dem Ertrinken. Deutschlands
klimaschädlichster Stromanbieter zeigt sich tief besorgt um das Klima - und schlägt mit seiner Internetkampagne gleich zwei Fliegen auf einmal: Schön die Verantwortung auf den Verbraucher abschieben, und sich dabei auch noch grünwaschen!
Diesem Komödienstück antwortet Greenpeace jetzt auf http://www.klimaunterschrift-vattenfall.de mit einer Persiflage.

Hej, Stromanbieter wechseln!

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