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Samstag, 22. November 2008

Elektro-Smart als Klimaschwein



Der Elektro-Smart von Daimler läuft demnächst mit RWE-Strom - und wird dadurch zum Klimasünder. Aktivisten von Greenpeace protestieren am Freitag, den 5. September 2008, in Berlin gegen die Kooperation der beiden Unternehmen.


Die Aktivisten haben sich gut gerüstet: Vor dem Hotel, in dem das Projekt im Beisein der Bundeskanzlerin vorgestellt wird, steht ein zum Klimaschwein ummontierter Smart, daneben ein Berg Kohlesäcke. Auf einem Banner ist zu lesen: Smart + Kohlestrom von RWE = Klimaschwein.

Ab 2009 können Smart-Fahrer an über 500 Tankstellen in Berlin ihren Wagen mit RWE-Strom aufladen - und stoßen damit 90 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft. Mit Diesel läge der Ausstoß bei 88 Gramm.

"Auch dieser Wert ist für ein Fahrzeug, das nur zwei Personen und zwei Kisten Wasser transportieren kann, noch viel zu hoch. Andere Hersteller bieten mit nur unwesentlich höheren CO2-Werten bereits Fünfsitzer an", erklärt Marc Specowius, Verkehrsexperte bei Greenpeace.

RWE gehört mit seinem vor allem auf Kohle ausgerichteten Strommix zu den klimaschädligsten Anbietern in Deutschland. Um ein wirklich klimafreundliches Auto auf den Markt zu bringen, hätte Daimler auf Erneuerbare Energien setzen müssen.

"Mit der Wahl von RWE als Stromlieferanten für seine Elektro-Smarts zeigt Daimler erneut, wie unglaubwürdig seine Klimaschutzmaßnahmen sind", so Specowius.

Zumal Daimler im Klimaschutzvergleich europaweit am schlechtesten abschneidet. Nach einer Studie von Transport and Enviroment lag der CO2-Ausstoß von Daimler-Autos 2007 mit 181 Gramm weit über dem Durchschnitt von 158 Gramm.

Hinzu kommt, dass Kunden das markeneigene Klimaschutzpaket BlueEfficiency mit Start-Stop-Automatik und Leichtlaufreifen nur gegen einen Aufpreis miterwerben können.

"Zur Verringerung des CO2-Ausstoßes trägt diese Zusammenarbeit nicht bei. Wenn Kanzlerin Merkel diesem Projekt auch noch ihren Segen gibt, hat sie den Klimaschutz inzwischen wohl aus den Augen verloren", meint Specowius.

Übrigens: Daimler feiert den einemillionsten Smart. Das honorieren wir mit einem Film.


 




Keine "Klimaunterschrift" für Vattenfall

Perfider geht es kaum. Mit einer neuen Internetseite ruft Vattenfall umweltbesorgte Verbraucher auf, für den Klimaschutz zu unterschreiben. In Animationen retten diese Unterschriften Gletscher in den Alpen oder auch einen Eisbären vor dem Ertrinken. Deutschlands
klimaschädlichster Stromanbieter zeigt sich tief besorgt um das Klima - und schlägt mit seiner Internetkampagne gleich zwei Fliegen auf einmal: Schön die Verantwortung auf den Verbraucher abschieben, und sich dabei auch noch grünwaschen!
Diesem Komödienstück antwortet Greenpeace jetzt auf http://www.klimaunterschrift-vattenfall.de mit einer Persiflage.

Hej, Stromanbieter wechseln!

Fischratgeber 2008

Umweltbewusst Fisch kaufen und genießen? Der neue Greenpeace- Fischratgeber zeigt, wie es geht!

Mitmachen: 120 Gramm für den Klimaschutz!

In Brüssel sabotiert die Bundesregierung auf Druck der Autoindustrie gezielt eine EU-Regelung, die Standards für den Bau sparsamerer und klimafreundlicherer Fahrzeuge setzen soll. Fordern Sie von Frau Merkel 120 Gramm für den Klimaschutz.
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