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Dienstag, 6. Januar 2009

Neue Studie: Gen-Mais beeinträchtigt Fruchtbarkeit von Mäusen



Mit Gen-Mais gefütterte Mäuse haben eine signifikant beeinträchtigte Fruchtbarkeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine der wenigen Langzeitstudien zu Gentechnik. Sie wurde heute im Rahmen einer Tagung in Wien präsentiert und vom österreichischen Gesundheitsministerium veröffentlicht.


Angesichts dieser Ergebnisse fordert Greenpeace einen Zulassungsstopp für genmanipulierte Pflanzen in der EU. Zudem muss Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Import dieses Gen-Maises nach Deutschland sofort verbieten.

Im Vergleich zu Mäusen, die mit herkömmlichem Mais gefüttert wurden, brachten die mit Gen-Mais gefütterten Tiere weniger Junge zur Welt. Über 20 Wochen haben die Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität in Wien den genmanipulierten Mais NK603xMON810 des Herstellers Monsanto verfüttert. Er ist in der EU seit dem Jahr 2007 als Lebens- und Futtermittel zugelassen.

Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis für die Risiken genmanipulierter Pflanzen, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Die Risikobewertung von Gen-Pflanzen in der EU reicht nicht aus und muss dringend reformiert werden. Bis dahin dürfen keine genmanipulierten Pflanzen mehr in Umlauf gebracht werden.

Bei dem untersuchten Gen-Mais handelt es sich um eine Kreuzung. Die Pflanze soll gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent sein und selbst ein Gift gegen Schädlinge produzieren. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte den Gen-Mais als unbedenklich bewertet. Dabei zeigte bereits eine Fütterungsstudie von Monsanto mit NK603xMON810 gesundheitliche Beeinträchtigungen der Versuchstiere auf. Die EFSA schätzte diese Ergebnisse jedoch als biologisch nicht relevant ein.

Machen Sie mit:
  • Schreiben Sie Verbraucherministerin Aigner und fordern Sie von ihr ein Verbot des Risiko-Maises und eine verbesserte Zulassungspraxis. Ein Klick und Sie gelangen zur Protest-Mail.



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