Die Faire Milch - gut für Bauern und Umwelt
Die schwarz-rot-goldene Kuh ist das Symbol der Bauernproteste. Jetzt ist es auf Milchpackungen der Marke "Die Faire Milch" zu sehen.
Die Bauern verpflichten sich, auf Gen-Pflanzen im Futter zu verzichten.
Wir sind begeistert. Die Bauern der MVS zeigen den Groß-Molkereien, wie man gute Milch auf den Markt bringt. Faire Preise für Verbraucher und Bauern, keine Gentechnik, besseres Futter" - das ist der richtige Weg, freut sich Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter.
Den Bauern des MVS ist es ein großes Anliegen, ihre Milch auf traditionelle Weise umweltgerecht und damit gentechnikfrei zu produzieren. Der übliche Marktablauf wird damit auf den Kopf gestellt. Denn die Bauern entscheiden selbst über die Qualitätsanforderungen, den Verkaufspreis und die Milchgeldauszahlung.
Mit diesem System garantieren die Bauern und die Molkerei eine qualitativ hochwertige Milch. Davon sind andere Molkereien weit entfernt.
Gerade die ebenfalls in Freising ansässige Molkerei Weihenstephan vom Müller-Konzern fällt im Vergleich massiv ab. Sie wirbt zwar mit einem hohen Qualitätsstandard, das Futter der Milchkühe enthält dennoch Gen-Pflanzen. Weihenstephan und andere Molkereien sollte dem Beispiel der Vorreiter folgen und das Gen-Futter aufgeben, sagt Hofstetter.
Die faire Milch gibt es bisher als H-Milch mit 1,8 und 3,8 Prozent Fettanteil. Sie kostet zwischen 89 und 99 Cent pro Liter. Ob sich die Milch durchsetzt, liegt jetzt an den Verbrauchern.

