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Samstag, 22. November 2008

Gründlich leergefischt - Fangmethoden im Visier



Die Ozeane sind leergefischt. Obwohl zahlreiche Fischbestände bereits vor dem Zusammenbruch stehen, durchkämmen hochtechnisierte Industriefangflotten weiterhin die Weltmeere. Mit immer effektiveren Fangmethoden werden die letzten Speisefische eingesammelt.


Doch die angewandten Techniken fordern einen hohen Tribut: Mehr als 30 Millionen Tonnen unerwünschter Beifang, darunter Jungfische, Vögel, Wale und Haie, sterben jährlich in den Netzen.

Leere Meere

Die Welternährungsorganisation (FAO) schätzt, dass mittlerweile 18 Prozent der kommerziell genutzten Fischarten überfischt sind und 57 Prozent maximal befischt oder am Rande der Überfischung stehen. In der Nordsee wird der Kabeljau knapp und auch Scholle und Seezunge sind weitestgehend ausgebeutet.

Zusätzlich zu den jährlich etwa 85 Millionen Tonnen vermarktbaren Fisch landen etwa 30 Millionen Tonnen Beifang in den Netzen. Zu diesen ungewünschten Meerestieren zählen Fische, Seesterne, Muscheln und Krebse, aber auch Wale, Seevögel und Haie. Diese werden tot oder sterbend über Bord gekippt.

Fangmethoden: Zerstörung des Lebensraum "Meer"

Etwa 17 verschiedene Fangtechniken werden in europäischen Gewässern eingesetzt. Unterschieden wird zwischen aktiven und passiven Methoden: Erstere sind zum Beispiel Schleppnetze und Baumkurren, die hinter den Schiffen hergezogen werden. Zu den passiven Methoden gehören Treibnetze, Stellnetze, Reusen und Langleinen, in denen sich die Fische verfangen.
Informieren Sie sich über die sieben Hauptfangmethoden und ihre Folgen.


 
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