Die Ringwade, ein Netz mit einer Größe von bis zu 2.000 Meter Länge und 200 Meter Höhe, wird ringförmig um einen Fischschwarm ausgelegt. Die Fischschwärme werden vorher mit Hilfe eines Echolots aufgespürt. Das Netz wird durch Bojen an der Oberfläche gehalten und an der unteren Leine zugezogen. So wird der Fischschwarm völlig eingeschlossen. Anschließend wird der Netzinhalt mit Saugpumpen an Bord transportiert.
Delfine und Schildkröten als Beifang
Das größte Problem der Ringwaden-Fischerei sind die hohen Beifänge von Delfinen, Schildkröten und jungen Tunfischen. Es können aber Maßnahmen getroffen werden, um den Beifang zu reduzieren - ein Beispiel: Im tropischen Ostpazifik sind seit 1959 über sechs Millionen Delfine als so genannter Beifang umgekommen.
Seit der Einführung eines internationalen Abkommens zum Schutz der Delfine ist die Zahl der getöteten Kleinwale in diesem Gebiet von 100.000 im Jahr 1989 auf 1.500 im Jahr 2002 zurückgegangen. Jedoch werden die Wale durch die Fischerei immer noch bedroht. Laut dem Wissenschaftlichen Komitee der Internationalen Walfang-Komission (IWC) sterben jährlich weltweit über 300.000 Wale und Delfine als Beifang in der Fischerei.


