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Sonntag, 7. September 2008

Gründlich leergefischt - Fangmethoden im Visier



Baumkurre


Das soll ins Netz: Krabben, Seezunge und Scholle

Die Netzöffnung der Baumkurre wird von einer Querstange, dem Kurrbaum, offen gehalten und gleitet auf Kufen über den Meeresboden. Zwischen den Kufen hängen bis zu zehn Eisenketten, durch die am Boden lebendende Fische aufgescheucht und ins Fangnetz getrieben werden.

Der schädliche Einfluss der Baumkurrenfischerei auf das Ökosystem ist enorm. Durch die Kufen der Baumkurren sowie durch die Scheuchketten wird der Boden umgepflügt. Dort lebende Organismen werden abgetötet oder eingesammelt.

10 Kilo Beifang für ein Kilo Seezunge

Die größte Bedrohung dieser zerstörerischen Fischereimethoden liegt in den hohen Beifängen. 50 Prozent aller Beifänge in der Nordsee gehen auf das Konto der Baumkurrenfischerei. Bei der Jagd auf Seezunge wird nur ein bis 15 Prozent der Fänge angelandet, der „Rest“ wird als Ausschuss zurück ins Meer geworfen - pro Kilo Seezunge werden also ca. zehn Kilo Beifang mitgefischt.


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