Lecker Scholle - wie lange noch?
Hätten Sie gedacht, dass eine ausgewachsene Scholle bis zu sieben Kilogramm wiegen und fast einen Meter groß werden kann? Das kommt einem schon seltsam vor, wenn man den gebraten Fisch vor sich auf dem Teller liegen sieht!
Die Plattfische mit den orangen Flecken leben im Nordostatlantik vom Weißmeer bis Gibraltar, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Hauptverbreitungsgebiet ist die Nordsee und die westliche Ostsee. Fast nie ist die Scholle bei Flussmündungen anzutreffen, da sie salzhaltiges und kühles Wasser bevorzugt. Sie hält sich zumeist in Tiefen zwischen 10-200 Meter Tiefe auf, in Mittelmeer und Schwarzem Meer auch in einer Tiefe bis zu 400 Metern.
Um die am Boden lebenden Schollen zu fangen, werden die Fische durch so genannte Scheuchketten aufgeschreckt und dann in die riesigen Schleppnetze, die auf Kufen über den Boden walzen, getrieben. Dabei landet auch jede Menge Fisch wie Kabeljau oder Seezunge in den Netzen, der gerade nicht benötigt wird und deshalb gleich wieder über Bord geworfen wird. Für jeden marktfähigen Fisch gehen etwa sieben Fische und 15 Muscheln oder Krebse ungenutzt - und meist tot - zurück ins Meer. In der südlichen Nordsee wird der gesamte Meeresboden mehrmals pro Jahr umgepflügt.
Was können Sie tun?
- Informieren Sie sich in dem aktuellen Fisch und Facts Ratgeber, welchen Fisch Sie bedenkenlos genießen können!
- Wenn der Heißhunger auf frische Scholle allzu groß wird: Achten Sie darauf, dass Sie nur Fische kaufen, die die Geschlechtsreife bereits erreicht haben! Hier finden Sie ein Fischlineal für Fische aus Ost- und Nordsee!
Zum Weiterlesen:
- Das Greenpeace-Schiff Esperanza ist ein Jahr lang für den Schutz der Meere unterwegs. Hier erfahren Sie, was Greenpeace gegen den Walfang, Piratenfischerei und umweltzerstörende Fischereimethoden tut.
- Gründlich leergefischt - Fangmethoden im Visier


