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Mittwoch, 23. Juli 2008

Lecker Scholle - wie lange noch?



Hätten Sie gedacht, dass eine ausgewachsene Scholle bis zu sieben Kilogramm wiegen und fast einen Meter groß werden kann? Das kommt einem schon seltsam vor, wenn man den gebraten Fisch vor sich auf dem Teller liegen sieht!


Dabei muss eine weibliche Nordsee-Scholle mindestens 30 Zentimeter groß geworden sein, um ihre 50.000 bis 500.000 Eier in den Wintermonaten in das kalte Nordseewasser laichen zu können. Das kann sie aber erst in einem Alter von drei bis sieben Jahren. Das Männchen wird bereits mit zwei bis sechs Jahren geschlechtsreif. Durch viel zu hohe Fangquoten erreichen viele Tiere dieses Alter erst gar nicht. Hinzu kommt, dass die Scholle sehr anfällig für veränderte Umweltbedingungen wie zu niedrigen Salzgehalt, starke Überdüngung, Gifteinleitung sowie Krankheiten und Parasiten ist.

Die Plattfische mit den orangen Flecken leben im Nordostatlantik vom Weißmeer bis Gibraltar, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Hauptverbreitungsgebiet ist die Nordsee und die westliche Ostsee. Fast nie ist die Scholle bei Flussmündungen anzutreffen, da sie salzhaltiges und kühles Wasser bevorzugt. Sie hält sich zumeist in Tiefen zwischen 10-200 Meter Tiefe auf, in Mittelmeer und Schwarzem Meer auch in einer Tiefe bis zu 400 Metern.

Um die am Boden lebenden Schollen zu fangen, werden die Fische durch so genannte Scheuchketten aufgeschreckt und dann in die riesigen Schleppnetze, die auf Kufen über den Boden walzen, getrieben. Dabei landet auch jede Menge Fisch wie Kabeljau oder Seezunge in den Netzen, der gerade nicht benötigt wird und deshalb gleich wieder über Bord geworfen wird. Für jeden marktfähigen Fisch gehen etwa sieben Fische und 15 Muscheln oder Krebse ungenutzt - und meist tot - zurück ins Meer. In der südlichen Nordsee wird der gesamte Meeresboden mehrmals pro Jahr umgepflügt.

Was können Sie tun?

Zum Weiterlesen:


 




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