Warum kein Dorsch?
Bis 1970 gehörte er zu den am weitesten verbreiteten Speisefischen in der Welt: Der Kabeljau oder Dorsch diente früher als getrockneter Stockfisch ganzen Schiffsmannschaften und Soldatenheeren als Proviant. Als jedoch klar wurde, dass selbst die Fischgründe des Dorsches nicht unerschöpflich sind, kam es im 20. Jahrhundert sogar zu Kriegen um den beliebten Fisch!
Der ICES (International Council for the Exploration of the Sea) empfiehlt deshalb für 2006 eine Null-Quote für den Dorschfang in dieser Region. Doch die EU-Fischereiminister ignorieren die empfohlenen Fangquoten des ICES seit 20 Jahren. Deshalb werden - koste es was es wolle - auch 2007 bis zu 67.000 Tonnen Dorsch aus der Ostsee geholt.
Was können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland tun? Es gibt zwar auch Dorsch aus der Barentssee und der westlichen Ostsee, der weniger in seinem Bestand gefährdet ist, doch auch in diesen Gebieten gibt es illegale Fischerei. Der Verbraucher weiß nie, woher das Dorschfilet stammt, das er im Fischladen oder tiefgefroren im Supermarkt kauft!
Deshalb bleibt also zurzeit nur eins: der Verzicht auf Dorsch! Übrigens: Auch der FishMäc von McDonalds besteht zu einem großen Teil aus Ostseedorsch! Wenn Sie wissen wollen, welchen Fisch Sie beruhigt essen können und wo Sie besser Nein sagen sollten, bestellen Sie den Greenpeace-Ratgeber Fisch&Facts!
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