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Mittwoch, 7. Januar 2009

Eine Rangliste für "grüne" Elektronik



Das Vorgängermodell zum neuen iPhone

15. Oktober 2007: iPhone - kein Apfel zum Reinbeißen


Revolutionär, wegweisend, intelligent - behauptet Apple und will mit seinem neuen iPhone ganz vorne sein. Und ist doch ganz hinten: Greenpeace hat das neue iPhone testen lassen und Chemikalien von gestern gefunden. Gefährliche Stoffe, die andere Handyhersteller aus ihren Produkten verbannt haben.

Noch im Mai 2007 erklärte Apple-Chef Steve Jobs, bald die Konkurrenz in Sachen Umweltschutz abzuhängen - ein Erfolg der Greenpeace-Kampagne "Green my Apple". Als im Juni das iPhone auf den Markt kam, Umweltaspekte aber keine Erwähnung fanden, ließ Greenpeace das neue Apple-Handy direkt ins Labor wandern. Die unabhängigen Wissenschaftler fanden giftige Bromverbindungen und gefährliches PVC.

Schauen sie sich unseren Film über Apple-Versprechen und Greenpeace-Untersuchungen an (32 MB): Video: iPhone

"Steve Jobs hat die Chance verpasst, das iPhone als ersten Schritt zu nutzen, um Apple-Produkte 'grüner' zu machen", kritisiert Zeina Alhajj, Chemie-Expertin von Greenpeace. "Apple scheint weiter von der Vorreiterrolle bei 'grüner Elektronik' entfernt zu sein als Konkurrenten wie Nokia, die bereits PVC-freie Handys verkaufen."

Dr. David Santillo, Wissenschaftler im Greenpeace-Forschungslabor, erklärt, dass zwei auf hohem Level in den Kopfhörerkabeln gefundene Phthalate (Weichmacher) in Europa als fortpflanzungsschädigend eingestuft sind. Während die Verwendung für Handys nicht verboten sei, gilt in Europa ein Verbot für Kinderspielzeug.

Auch beim Recycling schneidet das neue iPhone schlecht ab. So lässt sich der Akku nicht herausnehmen - ein getrenntes Recycling wird somit erschwert.

Und die Konkurrenz?

Nokia ist komlett PVC-frei. Motorola and Sony Ericsson haben Produkte im Angebot, die frei von bromierten Flammschutzmitteln sind. Unternehmen übernehmen aber auch zunehmend Verantwortung für ihre Altgeräte. Nokia und Sony Ericsson haben mittlerweile für ihre Handys ein globales Recycling-Programm. Das schont nicht nur die Ressourcen - gerade in Asien sind die Folgen des auch aus Europa stammenden Elektroschrotts für Menschen und Umwelt immens.

Apple hingegen bietet global kein kostenloses Recycling an - der Verbleib der erwarteten vier bis 10 Millionen verkauften iPhones im ersten Jahr ist also ungewiss.

In den nächsten Monaten sollte Apple ein iPhone auf den Markt bringen, das zumindest die Standards von Sony Ericsson, Nokia und Motorola erfüllt. Nur dann können Apple-Fans sehen, dass Steve Jobs seinen Versprechen auch Taten folgen lässt.

Zum Weiterlesen:


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