Bis jetzt weiß niemand, wie lange der beanstandete Reis schon im Umlauf ist und ob der Gen-Reis auch in deutschen Supermärkten liegt. Den Stein ins Rollen gebracht hat nach Angaben des weltweit größten Reisvermarkters Riceland ein Kunde von ihnen. Der hatte bereits im Januar 2006 genmanipuliertes Material in der Riceland-Ware entdeckt und eine Erklärung gefordert.
Riceland ließ den Reis untersuchen und fand die künstlichen Gene, typisch für gentechnisch veränderte herbizidresistente Pflanzen vom Typ LibertyLink. Durch die künstliche Eigenschaft überleben die Gen-Pflanzen Spritzungen mit dem Breitbandherbizid Glufosinat, auch Liberty Link genannt.
Riceland unternahm nichts, erst als im Mai in Ernteproben wiederum LL-Kontaminationen gefunden wurden, informierte Riceland die Firma Bayer CropScience. Der Chemie-Konzern bestätigte die Ergebnisse und informierte das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA. Weitere 18 Tage vergingen. Erst dann erhielt die EU-Kommission die Informationen und ganz zum Schluss die Verbraucher.
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