Gen-Pflanzen außer Kontrolle
19. Februar 2007: Gentechnische Verunreinigungen häufen sich
Der Bericht "The GM contamination register report" geht auf das von GeneWatch UK und Greenpeace ins Leben gerufene globale Gentechnik-Verunreinigungsregister zurück. Dort werden alle Fälle von versehentlicher Freisetzung, illegalem Anbau und gefährlichen Auswirkungen der Gen-Pflanzen auf die Landwirtschaft erfasst.
Gen-Mais ist demnach die Gen-Pflanze, die die meisten Probleme verursacht. Ein Drittel aller bekannten Verunreinigunsfälle der letzten zehn Jahre geht auf Gen-Mais zurück. Die Kontaminiationen haben nach wie vor am häufigsten ihren Ursprung in den USA. Aber auch Länder wie Spanien, wo der Anbau von Gen-Mais erlaubt ist, haben mit gentechnischen Verunreinigungen zu kämpfen.
Das Jahr 2006 zeichnet sich allerdings auch durch einen weltweiten Gen-Reisskandal aus. Obwohl nur im Jahre 2001 zu Testzwecken angebaut, tauchte der Gen-Reis LL601 von Bayer CropScience fünf Jahre später als Verunreinigung in US-Reislieferungen nach Europa und Asien wieder auf. Bis heute ist unklar, wie das geschehen konnte. Reisbauern in den USA erlitten Verdiensteinbußen.
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