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Donnerstag, 11. März 2010

Gen-Pflanzen außer Kontrolle



19. Februar 2007: Gentechnische Verunreinigungen häufen sich


2006 sind weltweit 24 Fälle registriert worden, bei denen Gen-Pflanzen gefunden wurden, wo sie nicht hingehörten. Ein Negativ-Rekord: Das sind laut einem neuen Bericht von GeneWatch UK und Greenpeace die meisten Fälle in einem einzigen Jahr seit 1996. Damals begann der kommerzielle Anbau von Gen-Pflanzen. In den letzten zehn Jahren geriet die Gentechnik insgesamt 142-mal außer Kontrolle.

Der Bericht "The GM contamination register report" geht auf das von GeneWatch UK und Greenpeace ins Leben gerufene globale Gentechnik-Verunreinigungsregister zurück. Dort werden alle Fälle von versehentlicher Freisetzung, illegalem Anbau und gefährlichen Auswirkungen der Gen-Pflanzen auf die Landwirtschaft erfasst.

Gen-Mais ist demnach die Gen-Pflanze, die die meisten Probleme verursacht. Ein Drittel aller bekannten Verunreinigunsfälle der letzten zehn Jahre geht auf Gen-Mais zurück. Die Kontaminiationen haben nach wie vor am häufigsten ihren Ursprung in den USA. Aber auch Länder wie Spanien, wo der Anbau von Gen-Mais erlaubt ist, haben mit gentechnischen Verunreinigungen zu kämpfen.

Das Jahr 2006 zeichnet sich allerdings auch durch einen weltweiten Gen-Reisskandal aus. Obwohl nur im Jahre 2001 zu Testzwecken angebaut, tauchte der Gen-Reis LL601 von Bayer CropScience fünf Jahre später als Verunreinigung in US-Reislieferungen nach Europa und Asien wieder auf. Bis heute ist unklar, wie das geschehen konnte. Reisbauern in den USA erlitten Verdiensteinbußen.

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