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Mittwoch, 7. Januar 2009

Gen-Pflanzen außer Kontrolle



Gen-Mais in Mexiko


Besonders riskant ist die Ausbreitung von manipulierten Genen in den Ursprungsregionen unserer Kulturpflanzen, den "Zentren der Vielfalt". Dort wächst die größte Sortenvielfalt mit zahlreichen verwandten Wildarten. Die Landwirtschaft braucht auch heute diese Vielfalt mit ihren genetischen "Reserven", um deren Eigenschaften auf Kulturpflanzen zu übertragen.

Mit den Zentren der Vielfalt ist daher auch die globale Ernährung bedroht. Daher muss es jeden alarmieren, dass in Mexiko, der Ursprungsregion des Maises, erhebliche Verunreinigung durch Gen-Mais festgestellt wurde. Obwohl in Mexiko seit 1998 keine genmanipulierten Maissorten mehr angebaut werden dürfen, fanden Wissenschaftler manipuliertes Erbgut in traditionellen Maissorten.

Der verschmutzte "Criollo"-Mais wurde in abgelegenen Bergregionen von Oaxaca in Süd-Mexiko gefunden, 20 km entfernt von der nächsten Hauptstraße. Sind die Ursprungssorten mit den Gen-Saaten verseucht, lassen sich die fremden Gene nicht mehr zurückholen.


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