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Mittwoch, 7. Januar 2009

Gen-Pflanzen außer Kontrolle



Gen-Raps in Kanada breitet sich aus


In Kanada werden genmanipulierte Pflanzen in großem Stil angebaut - mit fatalen Folgen: Den Farmern bereiten Rapspflanzen zunehmend Probleme. Die Pflanzen, herkömmlich oder manipuliert, "sammeln" die neuen Eigenschaften, die sich durch Auskreuzung von Nachbarfeldern ausbreiten.

Mit ihrer mehrfachen Resistenz überleben sie gängige Spritzmittel, die Farmer können sie kaum bekämpfen. Das Expertengremium der kanadischen Royal Society warnte daher: "In einigen Präriestaaten im Westen Kanadas entwickelt sich herbizidresistenter wild wachsender Raps zu einem großen Unkrautproblem. Einige Wissenschaftler befürchten gar, dass sich wild wachsender Raps zu einem der bedeutendsten Unkrautprobleme Kanadas zuspitzen könnte."

Wissenschaftler des kanadischen Landwirtschaftsministeriums warnen zudem, dass Gen-Raps in dem Land mittlerweile so verbreitet ist, dass es schwierig ist, herkömmlichen oder Öko-Raps anzubauen, ohne dass dieser verunreinigt wird. Ökologische Farmer reichten daher eine Klage ein gegen die Hersteller des Gen-Saatguts Monsanto und Bayer/Aventis ein. Sie wollen eine Entschädigung dafür, dass ein Rapsanbau ohne Gentechnik-Verunreinigung unmöglich geworden ist.

Das hat auch Folgen für die Verbraucher in Deutschland: Nach Untersuchungen von Greenpeace im Jahr 2002 wird hier Genbelasteter kanadischer Honig verkauft: In den Marken Clover Crest von Breitsamer und Fürsten-Reform von Biophar wurden Pollen von Gen-Saaten nachgewiesen, die in der EU nicht zugelassen sind.


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