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Mittwoch, 7. Januar 2009

Gen-Pflanzen außer Kontrolle



Zur Situation in Spanien, Belgien, England und Frankreich


Spanien und Bt-Mais
Im spanischen Baskenland wird auf einigen tausend Hektar Öko-Mais angebaut. Bei Untersuchungen entdeckten ökologische Anbauverbände Spuren des Bt-176-Mais von Syngenta, der unter anderem Gene für eine Antibtiokaresistenz enthält. Landwirtschaftsorganisationen und Verbraucherverbände fordern deswegen in Spanien einen Stopp des Anbaus von Gen-Mais.

Belgien stoppt Freisetzungen
In Belgien wurden Gen-Raps-Versuchsfelder der Firma Aventis/Bayer vernichtet, weil die vorgeschriebenen Abstände zu Nachbarfeldern nicht eingehalten wurden. Die belgische Regierung schreibt wegen des besonders hohen Auskreuzungsrisikos Abstände von 1000 Metern zu herkömmlichem Raps vor. Wie nötig diese Maßnahme ist, belegt ein Gutachten der EU, das für Raps ein besonders hohes Auskreuzungsrisiko feststellt. Auch die Risiken für Mais, Zucker- und Futterrübe, Weizen, Kartoffeln und weiteren landwirtschaftlich genutzten Pflanzen wurden untersucht.

Illegale Pflanzen in England
Heikel ist die Lage in England, wo seit Jahren großflächig Freilandversuche durchgeführt werden. Der Bayer-Konzern musste zugeben, dass seine Saaten außer Kontrolle geraten waren: Illegale Rapssorten wurden an mindestens 14 Orten gepflanzt. Die Regierung wertet dies als ernsten Verstoß gegen gesetzliche Auflagen.

Frankreich - Neue Studien über Gen-Ausbreitung
Wissenschaftliche Untersuchungen in Frankreich zeigten erneut, dass das Ausbreitungsrisiko von Gen-Pflanzen derzeit unterschätzt wird: Es wurde nachgewiesen, dass genmanipulierte Zuckerrüben ihr Erbgut wesentlich öfter an verwandte Wildpflanzen weitergeben als bisher angenommen. Schon im Jahr 2001 kam es in Frankreich zu massiven Verunreinigungen von Saatgut mit Gen-Konstrukten.


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