Die Bayer AG ist zurzeit in den Schlagzeilen, weil sein Versuchsreis LLRice 601 zu Beginn des Jahres in den USA in Reisprodukten entdeckt wurde. Dieser Reis wurde auch in den USA niemals als Lebensmittel zugelassen. Bereits 2001 hatte man den Versuchsanbau beendet. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich auch beim Aldi-Reis um Verunreinigungen mit dem umstrittenen Versuchsreis.
"Dieser Skandal zeigt, dass Konzerne, wie die Bayer AG, ihre Gen-Pflanzen nicht kontrollieren können oder kontrollieren wollen. Der Protest gegen die Gentechnik auf dem Acker ist daher absolut notwendig", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.
Nach Angaben des Reisvermarkters Riceland hatte ein Kunde bereits im Januar gentechnische Verunreinigungen entdeckt. Erst nach mehreren Tests von Riceland und Bayer CropScience wurden die US-Behörden informiert. Die EU erfuhr davon schließlich am 18. August 2006. Seit 23. August darf Langkornreis aus den USA nur in die EU eingeführt werden, wenn er nachweislich nicht verunreinigt ist.
Doch der aktuelle Fund zeigt: Die Maßnahmen der EU reichen nicht aus! Die Kontrollen müssten verstärkt werden. Alle Reisprodukte mit Langkornreis aus den USA müssten vorerst vom Markt genommen werden, damit Verbraucher sicher sein können, dass kein Gen-Reis auf ihren Tellern landet.
Dies ist der zweite Skandal von illegalem Gen-Reis in Lebensmitteln auf dem europäischen Markt innerhalb weniger Tage. Greenpeace hat am 5. September gentechnische Verunreinigungen in chinesischen Reisnudeln aufgedeckt. Die Reisnudeln wurden in Deutschland, Frankreich und Großbritannien verkauft.
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