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Samstag, 22. November 2008

Gen-Reis allerorten!



29. August 2006: Gen-Reis ist schlecht fürs Geschäft


Reis-Bauern aus den USA fordern Schadensersatz von der Bayer AG. Der Grund: Herkömmlicher Langkornreis aus den USA ist mit dem Gen-Reis LLRice 601 aus dem Hause Bayer verunreinigt. Nachdem dies bekannt wurde, hat Japan ein sofortiges Importverbot erteilt. Die EU-Kommission erlaubt die Einfuhr nur noch unter der Auflage, dass der Reis vorher auf gentechnische Verunreinigungen getestet wurde.

Diese Importbeschränkungen treffen die US-amerikanischen Reisproduzenten schwer. Immerhin exportieren sie die Hälfe ihres Reises. Japan ist der Hauptabnehmer! Und auch die europäische Union führt jährlich 240.000 Tonnen Langkornreis aus den USA ein. In Deutschland stammt jedes vierte Reiskorn aus den USA - 2005 waren das 55.526 Tonnen. Insgesamt wird der Wert des US-Reises für 2006 auf 1,88 Milliarden Dollar geschätzt.

Bis jetzt ist völlig unklar, wie der Gen-Reis den herkömmlichen Reis verunreinigen konnte. LLRice 601 wurde von 1998 bis 2001 ausschließlich im Versuchsanbau getestet. Wahrscheinlich sind zwei Möglichkeiten: Entweder gelangte in dieser Zeit Blütenstaub des Gen-Reises auf konventionelle Felder oder die Verunreinigung fand durch die Verarbeitung und den Transport des Gen-Reises statt. Eine kommerzielle Vermarktung der herbizidresistenten Sorte fand nie statt.


Zum Weiterlesen:



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