Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace, sagt dazu: "Die gentechnische Verunreinigung mit einer weiteren Gen-Reisvariante macht deutlich, dass die Industrie die Gen-Pflanzen ganz und gar nicht unter Kontrolle hat und die Behörden der Situation hilflos gegenüberstehen.
Zwar ist der Anbau einiger genetisch veränderter Reissorten in den USA legal, dennoch werden sie von den Bauern gemieden. So wird die Sorte Cheniere nach Beschluss der Reisbauern boykottiert, weil im Saatgut Spuren des Bayer-Genreises LL601 gefunden wurde - und Gen-Reis ist auf den Lebensmittelmärkten schwer abzusetzen. Clearfield 131 und Cheniere wurden 2006 auf über einem Viertel der Reisanbaufläche von Arkansas gepflanzt. Durch den Verzicht auf diese beiden Sorten droht im Frühjahr eine Saatgutknappheit.
Die US-Reisindustrie bemüht sich seit geraumer Zeit nachzuweisen, dass ihr Saatgut gentechnikfrei ist. Die US-Regierung stuft den Verzehr genetisch veränderter Lebensmittel als unbedenklich ein, doch auf den Exportmärkten finden diese keinen Absatz. Besonders in der EU wehrt sich die Bevölkerung gegen die Einfuhr der Risiko-Produkte.
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