Der Gen-Reis aus dem Hause Bayer-CropScience kam aus experimentellem Anbau und war weltweit illegal. Er bescherte der Reis-Industrie große Verluste. So verloren die Reis-Unternehmen damals an der Börse an einem Tag rund 150 Millionen US-Dollar an Wert. Die Reisexporte der USA werden 2006/2007 nach Greenpeace-Schätzungen um bis zu 16 Prozent sinken. Zugleich haben die betroffenen Reisproduzenten Gerichtsverfahren gegen Bayer angestrengt, bei denen es um viele Millionen Dollar Schadenersatz geht. Auch europäische Reishändler erwägen zu klagen.
Trotz dieser verheerenden Folgen stellt Bayer weiter auf stur. Mit beschwichtigenden Standardmails versuchte der Konzern von dem Reisskandal abzulenken. Und auch der Protest von über 2.500 Marktaktivisten hat Bayer nicht davon abgehalten, jetzt sogar noch eine Zulassung für einen anderen Gen-Reis zu beantragen. In der Politik sieht es nicht viel besser aus: Auch Horst Seehofer, der über 1.800 Protestmails erhalten hat, wiegelt weiter ab.
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