Nicht selten gerät die Gen-Saat außer Kontrolle. In den USA war der genmanipulierte "StarLink"-Mais der Firma Aventis nur für Tierfutter zugelassen. Er steht im Verdacht, beim Menschen Allergien auszulösen. Dennoch wurde dieser Mais - trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen - in Nahrungsmitteln wie z. B. Taco-Chips von Kraft nachgewiesen . Die verunreinigten, illegalen Produkte mussten zurückgerufen werden.
Sogar das Saatgut anderer Maissorten war verunreinigt. Noch heute - vier Jahre nach dem endgültigen Verbot des „StarLink“-Maises - finden sich Verunreinigungen im US-Maissaatgut.
Durch Auskreuzung können Gen-Pflanzen jede in sie hineinmanipulierte Eigenschaft auf andere Pflanzen übertragen – mehrere Studien beweisen das. Sobald sich die künstlichen neuen Gene im Saatgut oder in Wildpflanzen festsetzen, ist eine Rückholbarkeit de facto unmöglich. Weitergedacht bedeutet das, dass Gen-Pflanzen nach und nach eine gentechnikfreie Landwirtschaft unmöglich machen. Verbrauchern wird damit die Wahl genommen - dann muss gegessen werden, was auf den Tisch kommt: Gen-Food.


