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benennt die Risiken von Gen-Pflanzen. Und lehnt entschieden den Anbau und die Verarbeitung zu Lebensmitteln und Tierfutter ab.

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benennt die Risiken von Gen-Pflanzen. Und lehnt entschieden den Anbau und die Verarbeitung zu Lebensmitteln und Tierfutter ab.



Sonntag, 21. März 2010

Gentechnik: 50 Jahre Risiken und Nebenwirkungen



Welches Risiko ist akzeptabel?


Die zur Zeit angewandten Methoden zur Beurteilung der Sicherheit von genmanipulierten Pflanzen reichen nicht aus, um unerwünschte Änderungen an den genmanipulierten Pflanzen tatsächlich zu erkennen. Wesentliches Element der Risikoabschätzung ist das Prinzip der "substantiellen Äquivalenz". Dabei werden die genmanipulierten Pflanzen nach Veränderungen gescannt.

Angesichts von einigen zehntausend Inhaltsstoffen, die dabei zu berücksichtigen wären, ist das Verfahren eher als ein Ratespiel anzusehen, denn als wissenschaftliche Methode. Wie lückenhaft das Verfahren ist wird klar, wenn man dieses Verfahren mit den Verfahren zur Arzneimittelzulassung vergleicht, bei denen in der Regel nur ein einziger definierter Wirkstoff nach genau vorgeschriebenen Verfahren bis hin zu klinischen Tests an Menschen geprüft wird.

Je mehr Gen-Konstrukte auf einmal in die Pflanzen eingebaut werden und je komplexer die neuen Stoffwechselwege sind, die dadurch ausgelöst werden sollen, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nebeneffekte auftreten.

Gerade die manchmal als Zukunftsweg gepriesene Kategorie des "Functional-Food" steht hier vor den größten Hürden: Eine Tomate, die zum Beispiel mehrere zusätzliche Vitamine bilden soll, dürfte für Verbraucher und Umwelt eine noch größere Gefahr darstellen, als die bisherigen Gen-Pflanzen, bei denen meist nur ein einziges Gen-Konstrukt übertragen wurde. Zwar wird von den Befürwortern darauf hingewiesen, dass es bisher beim Anbau und Verzehr genmanipulierter Pflanzen keine ernsthaften Unfälle gegeben hat. Angesichts der vielen ungeklärten Fragen erscheint eine abschließende Beurteilung der Sicherheit genmanipulierter Pflanzen aber irreführend, naiv und fehl am Platze.

Diese Realität wird von Firmen wie Monsanto, Bayer und Syngenta aus wirtschaftlichen Gründen verdrängt. Ihre Turbo-Pflanzen befinden sich im Niemandsland zwischen wissenschaftlicher Realität und wirtschaftlichem Wunschdenken. So wird die Molekulargenetik unzulässig vereinfacht und auf kommerziell verwertbare Einheiten reduziert.

Firmen wie Monsanto haben die aktuelle wissenschaftliche Entwicklung zu großen Teilen verpasst. So gesehen gehören sie zu der Art von rückwärtsgewandter Spezies, welche die Erde auch dann noch für eine Scheibe gehalten hat, nachdem längst das Gegenteil bewiesen war. Aus kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen halten diese Unternehmen an einer Technologie fest, die eigentlich keine wissenschaftliche Grundlage (mehr) hat. Der Versuch diese Technologie zum Laufen zu bringen, bedeutet für große Teile des Ökosystems und für viele Verbraucher ein inakzeptables Risiko.

Greenpeace fordert:
  • Keine Gentechnik in Lebensmitteln und Tierfutter
  • Keine Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen


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