Gen-Pflanzen außer Kontrolle
Illegaler Gen-Mais in Deutschland
Das deutsche Bundessortenamt erlaubte 2002 erneut den begrenzten Verkauf von zehn Gen-Maissorten. 50 Tonnen wurden freigegeben. Wie viel davon tatsächlich auf den Acker kam, ist unklar. Unbekannt ist auch die Lage der Felder. Entgegen den ersten Aussagen des Sortenamtes waren die Konzerne nicht einmal bereit, den Gemeinden auf Nachfrage entsprechende Auskünfte zu geben. Greenpeace spürte einen Teil der Saaten auf Äckern in Hessen auf. Der Gen-Mais stellte sich als illegal heraus und wurde vernichtet.
Der Bt-176 Mais darf in Deutschland nur zu Forschungszwecken angebaut werden. Syngenta betrachtete die Auflagen jedoch als "Formsache", die Behörden leiteten daher ein Verfahren gegen den Konzern und den Landwirt ein. Erst nach langem Zögern erklärte sich Syngenta bereit, den Schaden des Landwirtes zu erstatten.
Bereits im Jahr 2001 ging Greenpeace im niedersächsichen Helvesiek gegen illegal wachsende Maispflanzen vor. Die Pflanzen waren von Gen-Mais eines Freisetzungsversuchs verunreinigt worden. Der Versuch hatte mit einem lächerlichen Sicherheitsabstand von 16 Metern inmitten eines Maisfeldes stattgefunden, obwohl bekannt ist, dass Mais über 800 m weit auskreuzen kann. Der illegale Mais musste schließlich untergepflügt werden.
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