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benennt die Risiken von Gen-Pflanzen. Und lehnt entschieden den Anbau und die Verarbeitung zu Lebensmitteln und Tierfutter ab.

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Samstag, 4. Juli 2009

Soziale und ökologische Probleme durch Gen-Pflanzen



Über die letzten zehn Jahre wurde die Landwirtschaft Argentiniens von einer einzigen Saat dominiert, der gentechnisch veränderten "Roundup Ready" Sojabohne, entwickelt vom US-amerikanischen Agrochemie-Konzern Monsanto. Über 99 Prozent der argentinischen Soja ist genmanipuliert. Nach den USA steht Argentinien auf Platz 2 der Gen-Soja produzierenden Länder. Der renommierte US-Agrarwissenschaftler Dr. Charles Benbrook (1) hat die ökologischen und sozialen Folgen in seiner neuen Studie untersucht.


Angetrieben wird die Zunahme des Sojaanbaus von der globalen Nutztier-Industrie. Die überwältigende Mehrheit der Sojabohnen (über 80 %) sind für die Tierfütterung bestimmt. Sojaschrot versorgt Rinder, Schweine und Geflügel mit Proteinen - auch in Europa. 50 Prozent des in die Europäische Union (EU) importierten Sojaschrots stammt aus Argentinien.

Besorgniserregend sind folgende Punkte:
  • Weitere Waldrodung und die Vernichtung der Artenvielfalt aufgrund der geplanten Steigerung der Sojabohnenproduktion.

  • Erhöhter Gebrauch von Pestiziden und neu entstehende Resistenzen von Wildpflanzen gegen Pflanzenvernichtungsmittel (Herbizide).

  • Nährstoffarme Erde und die Zunahme von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten.

  • Verminderte Nahrungssicherheit: Die Sojabohnen sind zu 91 Prozent für den Export bestimmt, nicht als Nahrung für die Armen.


Abhängigkeit von einer einzelnen Technologie
Die argentinische Sojabohnenproduktion verwendet genmanipuliertes Saatgut mit dem Namen "Roundup Ready" des US-Saatgutkonzerns Monsanto. Diese Gen-Soja ist gegen das Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat - ebenfalls von Monsanto - resistent, das unter der Handelsbezeichnung "Roundup" verkauft wird.
Seit 1996 hat Argentinien die Sojabohnenproduktion um acht Millionen Hektar erweitert (das ist die doppelte Größe der Niederlande), dazu wurden viele ursprüngliche Landschaften in landwirtschaftliche Monokulturen verwandelt (1, S.25). 2002 waren bereits 99 % der argentinischen Sojabohnenäcker mit "Roundup Ready" Soja bepflanzt (4).


(1) Benbrook, C. M. (2005) Rust, Resistance, Run Down Soils, and Rising Costs - Problems Facing Soybean Producers in Argentina. Ag BioTech InfoNet. Technical Paper Number 8: p.1-51. Download der englischen Studie (50 Seiten): www.greenpeace.de/benbrook

(2) Lopez, G.M. (2003) Podremos manejar una cosecha de 100 millones? Limitantes Estructurales del Sector Granario Argnetino. Fundación Producir Conservando. September 2003.
http://www.producirconservando.org.ar/docs/servicios/documentos.htm

(3) Reca, A. (2001) Oilseed crushing industry in Argentina: Increasing supplies, better margins restructuring.
Industry Note - Food & Agribusiness Research, Issue 028-2001, Rabobank International. September 2001.
http://www.rabobank.com/Attachments/U.2001_Oilseed_Crushing_Industry_
in_Argentina_Alejandro_Reca_FAR_September2001.pdf


(4) ISAAA - International Service for the Acquisition of Agribiotech Applications (2004) and previous years. Global Status of Commercialized Transgenic Crops. http://www.isaaa.org


 
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