Verglichen mit der konventionellen Sojabohnenproduktion, erleichtert und beschleunigt die Gentechnik die Ausweitung der Soja-Anbaufläche. Denn sie ermöglicht einen höchst einheitlichen Anbauprozess mit weniger Arbeitskraft, weniger Fachwissen und weniger kostspieligen Maschinen.
Die Produktion von Sojabohnen hat in Nordargentinien zu einer Waldumwandlungsrate geführt, die 3-6 mal höher ist als der globale Durchschnitt (1, S.24). Die massive Zerstörung der Wälder, im Besonderen der Yungas und Chaco Wälder, hat Gewalt und Proteste bei Bauernfamilien ausgelöst, die sich verzweifelt darum bemühen, ihr Land zu bewahren (6). Außerdem ernähren diese Wälder verschiedenartige Tiere. Dazu gehören Jaguare, Pumas, Affen und mehr als 50 % aller argentinischen Vogelarten.
Die argentinische Regierung plant eine weitere Expansion der Sojabohnenindustrie für den Exportmarkt (2). Um dieses ehrgeizige Ziel zu verwirklichen, müssen bis 2010 zusätzliche vier Millionen Hektar Land auf Sojabohnen umgestellt werden. Dies bedeutet, dass noch mehr Wälder zerstört werden.
(5) Barbier, E.B. (1997) Economic determinants of land degradation in developing countries. Phil. Trans. R. Soc. Lond. B., 352:891-899.
(6) FIAN - FoodFirst Information and Action Network, and EED - Evangelischer Entwicklungsdienst. (2003) Report of the International Fact Finding Mission to Argentina, April 2003.


