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Sonntag, 7. September 2008

Gentechnik: Keine Hoffnung für die Hungernden



Mehr Probleme mit Gen-Pflanzen


Die Konzerne, die ihre Gewinne mit giftigen Agrarchemikalien in Entwicklungsländern machen, sind die gleichen, die heute die Gentechnik propagieren: Bayer/Aventis, DuPont, Monsanto und Syngenta. Doch dass die von der Industrie als Wunderwaffen angekündigten Pflanzen mehr Probleme als Hilfe bieten, ist spätestens seit der sogenannten "Grünen Revolution" deutlich.

Unter Führung der Agrarindustrie und unterstützt von vielen Regierungen, internationalen Institutionen und Organisationen sollte die Grüne Revolution seit den Sechziger Jahren die Hungersnot in Entwicklungsländern durch den massiven Einsatz von chemischen Pestiziden, Düngemitteln und Hochertragssorten bekämpfen. Der Einsatz trug aber auch maßgeblich dazu bei, dass zwei Drittel der Ackerfläche durch Erosion, Versalzung, Nährstoffabbau und Verschmutzung inzwischen für die Landwirtschaft untauglich sind.

Zu den ökologischen Schäden kommen noch die sozialen: Kleinbauern werden verdrängt und die Gesundheit vieler Menschen durch die Chemikalien zerstört. In den letzten 50 Jahren stieg der Verbrauch von Pestiziden um das 26fache.

Die Gen-Pflanzen verhelfen den Konzernen dabei sogar zum doppelten Profit: So vertreibt der Gen-Riese Monsanto genmanipulierte Pflanzen, die seinem Pflanzengift Roundup Ready widerstehen. Der Bauer muss mit dem Gen-Saatgut das dazugehörige Herbizid von Monsanto erwerben. Da überrascht es nicht, dass laut wissenschaftlicher Studien auf Roundup Ready-Soja durchschnittlich 11,4% mehr Herbizide versprüht werden müssen als auf normale Soja-Sorten.


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