Gentechnik: Keine Hoffnung für die Hungernden
Patente - Kontrolle und Macht statt Hilfe und Unterstützung
Dass es Gen-Konzernen vor allem um Profit und Marktanteile geht, zeigt ihr Umgang mit Patenten. Traditionell wird in den Ländern des Südens innerhalb der Familien und im Freundeskreis Saatgut gepflegt, gezüchtet, weitergegeben und gehandelt. Bei der Aussaat wird zu ca. 80 Prozent Saatgut aus der eigenen Ernte gewonnen. Für Agrarkonzerne bietet sich also ein attraktiver Zukunftsmarkt, wenn es gelingt, auch diesen Bereich zu kommerzialisieren. Für ihre genmanipulierten Pflanzen hat sich die Industrie bereits Patente gesichert. Die Gentechnik hilft der Industrie dabei nicht nur einzelne Gene zu patentieren, sondern Saatgut bis hin zur ganzen Pflanze.
Der Patentschutz auf Gene, Zellen, Pflanzen und Saatgut erlaubt es dem Konzern, den Nachbau, d.h. die Aussaat des aus der Ernte gewonnenen Saatguts zu kontrollieren. Vor jeder Aussaat müssten die Bauern ihr gesamtes Saatgut dann teuer von den Agrarkonzernen kaufen. Das werden sich viele nicht leisten können. Auf die Hauptnahrungspflanzen Reis, Mais, Weizen, Soja und Sorghum-Getreide wurden bereits etwa 1000 Patente erteilt.
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