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Samstag, 22. November 2008

Gen-Reis allerorten!



21. September 2006: Noch mehr Gen-Reis in der EU


Am Donnerstagmittag hat die EU-Kommission auf ihrer täglichen Presserunde enthüllt, dass schon wieder illegaler Gen-Reis in der EU verteilt worden ist. Die niederländischen Behörden hatten erst in einer zweiten Testreihe eine gentechnische Verunreinigung mit LL601-Reis entdeckt und die EU-Kommission informiert. Zuvor war die Lieferung im Hafen von Rotterdam noch als unbelastet eingestuft worden.

Bekannt ist, dass der Reis nach Belgien und in die Niederlande ausgeliefert wurde. Neben diesen beiden Ländern wurden Frankreich, Belgien, Großbritannien und Deutschland aufgefordert, den genauen Verbleib des illegalen Gen-Reises aufzuklären. Greenpeace fordert von der Europäischen Kommission die EU-Mitgliedsländer aufzurufen, alle Importe von Langkornreis aus den USA zu verbieten.

Den USA-Behörden sollte die EU-Kommission mitteilen, dass so lange keine Reislieferungen in die EU mehr möglich seien, bis man in den USA ein verlässliches Test- und Deklarationsverfahren eingerichtet habe. In Europa steht die Verlässlichkeit des gesamten Systems für Lebensmittelsicherheit auf dem Spiel. Die Lebensmittelsicher muss vor einer möglichen Kontaminationsstrategie der Gentechnik-Industrie geschützt werden.

Falls die US-Behörden nicht sicherstellen können, dass Reislieferungen frei von illegalem Gen-Reis sind, sollten sie selbst den Export unterbinden. Damit schützen sie nur ihre eigene Glaubwürdigkeit. Auch die EU hatte während der BSE-Krise Exporte von britischem Rindfleisch gestoppt. So sollte sich eine verlässliche Behörde verhalten.


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