Allein Bayer CropScience verfügt über das Wissen und über Original-Reisproben, die für einen Nachweis nötig sind. Erst seit kurzem bekommen die Überwachungsbehörden die nötigen Informationen, um den Reis in Europa zu überprüfen. Nur die Behörden und ein einziges unabhängies Labor! Und siehe da, man findet: Gen-Reis bei Edeka, bei Kaufland und in ganz Europa!
So bestätigt sich, was Greenpeace nach seinem Gen-Reis-Fund bei Aldi Nord am 11. September befürchtet hat: Der LL-601-Reis hat sich nicht nur in den USA verbreitet, sondern ist unbemerkt in ganz Europa in die Nahrungskette gelangt. Wie? Niemand weiß es genau! Mit welchen Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt? Völlig unklar!
Die Supermarktkette Edeka hatte am Donnerstag zunächst ihr Produkt "fit for fun Vollkornreis Marathon" aus den Regalen genommen, nachdem dort Verunreinigungen mit dem Liberty-Link-Reis festgestellt wurden. Mittlerweile verkauft Edeka in ganz Baden-Württemberg keinen Reis aus den USA mehr.
Der Händler des Edeka-Reises, die Rickmers Reismühle, hat bereits versichert, dass sie die fragliche Ware zurücknimmt. Alle Reis-Importe aus den USA seien vorläufig gestoppt. Die Schäden belaufen sich nach Auskunft des Reishändler aus Bremen auf rund 400.000 Euro. Es geht um 1500 Tonnen Reis.
Auch bei der Supermarktkette Kaufland ist der nicht zugelassene Gen-Reis LL601 entdeckt worden. Betroffen sei das Produkt "Natur-Reis Parboiled". Verbraucher können diesen Reis zurückbringen, so ein Sprecher der Supermarktkette.
Doch auch die Politik muss endlich reagieren! Greenpeace fordert Horst Seehofer auf:
- ein sofortiges Importverbot für US-Reis zu verhängen
- eine Datenbank mit Informationen zu allen jemals getesteten Gen-Pflanzen einzurichten
- die Zulassung von weiteren Gen-Pflanzen zu stoppen.
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