Das EinkaufsNetz

kämpft mit Tausenden Verbrauchern gegen Gentechnik im Supermarkt. Mit Erfolg!

Schriftgrösse
 A | A | A

Das EinkaufsNetz

kämpft mit Tausenden Verbrauchern gegen Gentechnik im Supermarkt. Mit Erfolg!



Sonntag, 12. Oktober 2008

Gen-Reis allerorten!



Dezember 2006: Gen-Reis in Deutschland - das Seehofer-Ministerium wiegelt ab


Das Ministerium spricht in seinem Brief vom 11. Dezember 2006 davon, dass "in Kürze die Zulassung des Gen-Reises" zu erwarten sei und zeigt damit, dass es offenbar nicht auf dem aktuellen Stand der Debatte ist. Der Reis LL601 der Bayer AG wurde in den USA bereits am 24. November 2006 nachträglich zugelassen. Dieser Umgang der US-Behörden mit riskanten Gen-Saaten spricht aber ganz und gar nicht für die Unbedenklickeit des illegalen Gen-Reises, sondern zeigt, wie fahrlässig die US-Behörden mit nicht ausreichend getesteten Gen-Pflanzen umgehen.

Die nachträgliche Zualssung des bis dahin auch in den USA illegalen Gen-Reis LL601 der Bayer AG ist dabei kein Einzelfall. Vergangenes Jahr wurde Mais aus den USA mit dem illegalen Gen-Mais Bt10 verunreinigt. Auch in diesem Fall erteilten die US-amerikanischen Behörden der Gen-Pflanze im Handumdrehen eine nachträgliche Genehmigung. Das dabei die Interessen der Gentechnik-Konzerne im Vordergrund stehen und nicht die der Verbraucher ist offensichtlich.

Noch im September 2006 hatte sich das Bundesverbraucherministerium sowie die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA bei Bayer über Defizite bei der Zusammenarbeit beklagt: Die von Bayer vorgelegten Daten reichten nicht aus, um eine umfassende Bewertung des Gen-Reis vorzunehmen.

Wie sich Zahlen deuten lassen

Trotzdem wiegelt das BMELV jetzt ab: In 90 Prozent der Reisproben sei überhaupt kein Gen-Reis gefunden worden. Doch das Ministerium verrät nicht, welche Reissorten überhaupt getestet worden sind. Fest steht: Von der Verunreinigung mit dem illegalem Gen-Reis ist offensichtlich nur US-Langkornreis betroffen. Deshalb ist natürlich von Interesse, wie viele Proben von Reis aus den USA genommen wurden und wie viele davon positiv waren.

Diese Aufschlüsselung erfolgte nur in Ausnahmefällen. Und dann sprechen die Zahlen für sich. So testete beispielsweise Baden-Württemberg 147 Reisproben, 44 stammten aus den USA. Von diesen wiederum waren 26 Proben mit illegalem Gen-Reis verunreinigt. Das sind 59 Prozent aller getesteten US-Langkornreis-Proben. Diese aussagekräftigen Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Reis aus den USA ist großflächig verunreinigt und sollte daher nicht mehr in den Supermärkten verkauft werden dürfen!

Zum Weiterlesen:


Zurück  
Seite 4 / 20


Kommentare Einfügen

 Kein Reis mehr aus USA?

 Gen-Reis weiter im Handel

 Gen-Reis weiter im Handel



Mehr aus diesem Artikel

Ihr Foto gegen Gentechnik


Europaweit haben eine Million Menschen unterschrieben und sich gegen Gentechnik im Tierfutter ausgesprochen! Lesen Sie, was Horst Seehofer jetzt versprochen hat.

Horror im Kühlschrank

Dunkle Nacht, Unheil verkündende Geräusche - das Grauen hat einen Namen: Kohlrabi! Dieser Film ist was für schwache Nerven und entschlossene Verbraucher.
hohe Auflösung (DSL)
niedrige Auflösung (Modem, ISDN)

Ratgeber:
"Essen ohne Gentechnik"

Was hat die Kuh gefressen, deren Milch ich trinke?
Bei welchen tierischen Produkten wie Fleisch, Joghurt, Eier Gen-Pflanzen im Spiel waren, erfahren Sie in
unserem Ratgeber.