Schluss mit den Gen-Saaten bei Bayer
16. November 2006: Zeigen Sie Bayer auch weiter die Rote Karte!
Im Bayer-Antwortbrief heißt es, dass die EU-Zulassungsbehörde EFSA keine akute Gesundheitsgefährdung durch den genmanipulierten Reis LL601 annimmt. Dabei verschweigt Bayer allerdings, dass es die Behörde ablehnt, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Gen-Reis auszustellen. Laut EFSA hat das Unternehmen Bayer wichtige Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt, die für die Beurteilung wichtig wären.
Weiter behauptet Bayer, dass bereits etliche andere Gen-Saaten in der EU zugelassen seien, die ähnliche gentechnische Veränderungen aufweisen wie der LL-Reis. Bayer verschweigt dabei, dass zum Beispiel der Gen-Mais T25, der ebenfalls gegen Spritzmittel resistent gemacht wurde, in der EU zwar zugelassen ist, bezüglich seiner Sicherheit jedoch heftig umstritten ist. Außerdem muss für jedes einzelne gentechnisch veränderte Produkt eine Sicherheitsprüfung durchgeführt werden, da eine gentechnische Manipulation extrem ungenau ist und in jeder individuellen Pflanze anders wirkt.
Mit keiner Silbe erwähnt Bayer, ob der Konzern die Verantwortung für die entstandenen Schäden übernehmen will. Der Bundesverband der Hersteller von Nährmittel aus Getreide und Reis schätzt, dass sich die Schäden durch Rückrufaktionen allein in Deutschland auf mindestens 10 Millionen Euro belaufen. Auch weigert sich der Konzern weiterhin, seine Anmeldung zur Marktzulassung von Gen-Reis in der EU zurückzunehemen. Stattdessen will sich der Konzern jetzt per Gesetz von jeder Haftung freistellen lassen.
Bayer versucht sich durchzuschwindeln, hält Daten zurück und weigert sich die Verantwortung zu übernehmen. Zeigen Sie diesem Konzern weiterhin die Rote Karte!
Gemeinsam haben Verbraucher eine Stimme! Werden Sie Marktaktivist! Wir informieren Sie, wie es mit Bayer weitergeht. Außerdem erhalten Sie regelmäßig unseren Newsletter, der Sie über Aktionen und die neuesten Pestizidtests informiert!
Zum Weiterlesen:
| Kommentare | Einfügen |


