Für ein gentechnikfreies Europa
Schlechte Zeiten für Gen-Pflanzen: Erst verhängt Frankreich Ende Oktober ein Moratorium über den Anbau von Gen-Mais und nun fordert EU-Umweltkommissar Dimas, die Zulassung von zwei neuen Gen-Maissorten abzulehnen. Das gab es noch nie. Umso wichtiger, den Kommissar zu unterstützen, denn nicht nur die Agroindustrie ist wenig erfreut über diesen Vorstoß. Beteiligen auch Sie sich an unserer Mitmachaktion.
Obwohl die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) die beiden neuen Gen-Pflanzen durchgewunken hat, bestehen erhebliche Zweifel an deren Sicherheit. "Für den Gen-Mais Bt11 liegen keine ausführlichen Fütterungsversuche vor", kritisiert Christoph Then, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Schlimmer noch sieht es beim 1507 aus - der enthält ein neues Bt-Gift. Selbst die EFSA sagt, dass es sein kann, dass sich das Gift im Boden anreichert. Untersucht hat das niemand."
Mit Dimas stellt sich erstmalig ein Kommissar aufgrund von Umweltgefahren gegen die Zulassung von Gen-Pflanzen. Ob er sich in der EU-Kommission gegen Gentechnikbefürworter wie Industriekommissar Günter Verheugen oder die Agrarkommissarin Fischer-Boel durchsetzen kann, ist fraglich. Die entscheidende Sitzung sollte noch im letzten Jahr stattfinden, ist aber immer wieder verschoben worden. Wir rechnen mit einer Entscheidung Anfang 2008.
Zum Weiterlesen:
Frankreich setzt Anbau von Gen-Pflanzen aus


