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Mittwoch, 7. Januar 2009

Alles sicher oder was?



Generelle Sicherheitsmängel


Die derzeit vorliegenden Anträge zeigen eine ganze Reihe von Mängeln: Immer wieder zeigen sich überraschende Abweichungen in den Inhaltsstoffen der Pflanzen, rätselhafte Gen-Bruchstücke liegen im Erbgut verstreut. Dies gilt auch für den Süßmais Bt 11, der von der EU Kommission im April 2004 zugelassen worden ist.

Hier finden sich sogar Gen-Schnipsel im Erbgut, die wohl von anderen Gen-Sorten stammen und ungewollt übertragen wurden. Diese Befunde geben Anlass zur Sorge: Durch den tiefgreifenden Eingriff ins Erbgut wird die Gen-Information unkontrolliert verändert, die komplizierte Regulierung der Gen-Aktivität gestört. In der Folge können sich völlig unerwartet neue Inhaltsstoffe in den Pflanzen bilden, die Gefahren für Verbraucher und die Umwelt bergen.

Das unkalkulierbare Risiko gehört zum System: Die Übertragung der Gene erfolgt ungezielt im Schrotschussverfahren. Die Wechselwirkungen mit anderen Genen können nicht gesteuert werden. Auch bei bereits zugelassenen Gen-Saaten zeigen sich immer wieder überraschende Effekte. Letztlich sind weder die Methoden der Gen-Übertragung noch die der Sicherheitsbewertung so ausgereift, dass Gefahren für Mensch und Umwelt ausgeschlossen werden können.


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