Die Gen-Soja "Roundup Ready" ist gentechnisch so manipuliert, dass sie das Spritzmittel Glyphosat überlebt, während alle anderen auf dem Feld unerwünschten Wildpflanzen ("Unkräuter") absterben sollen - so das Konzept von Monsanto.
Die Roundup Ready (RR) Technologie führt daher zur völligen Abhängigkeit der Landwirte von dem Herbizid Glyphosat.
Durch die fortwährende Nutzung eines einzigen Herbizids breiten sich jedoch solche Wildkräuter aus, die gegenüber diesem Spritzmittel toleranter sind (7). Nach einigen Jahren werden einzelne Wildpflanzen sogar resistent gegen das Spritzmittel (1, S.4).
Mehrere Pflanzenarten haben bereits eine Verträglichkeit gegen Glyphosat entwickelt (7,8,9,10). Glyphosattolerante Pflanzen benötigen eine noch höhere Dosis von Glyphosat. Es entsteht ein Teufelskreis, bei dem der Herbizidverbrauch weiter ansteigt.
Die Gesamtmenge an Glyphosat, die in Argentinien für Sojabohnen eingesetzt wird, hat sich von 1996/97 bis 2003/04 ver-56-facht (1, S.32). Zum einen, weil sich Anbaufläche für Gen-Soja in diesen acht Jahren ver-35-fachte; zum anderen, weil auch pro Hektar 58 % mehr Glyphosat zum Einsatz kam. Letzten Endes werden die bereits toleranten Arten eine komplette Resistenz gegen Glyphosat entwickeln, was dann den immer weiter steigenden Einsatz von noch giftigeren Herbiziden erfordert.
Die ökonomischen und ökologischen Konsequenzen von herbizidresistenten Wildpflanzen werden in den USA ersichtlich, wo das "Marestail" (lateinisch: Conyza canadensis) eine Glyphosat-Resistenz entwickelt und Millionen von Äckern befallen hat (1, S.34). Die Landwirte sind nun dazu gezwungen, immer giftigere Herbizide, wie 2,4-D und Dicamba zu benutzen (1, S.34).
Argentinien wird, in Anbetracht seines gegenwärtigen Vertrauens auf Glyphosat, mit den gleichen Problemen und dem zusätzlichen Herbizidbedarf zur "Rettung" der Pflanzen konfrontiert werden. Seit 2001 ist die eingesetzte Menge des Herbizids Dicamba um 157 % angestiegen. Das Herbizid 2,4-D wurde zu 10 % mehr gespritzt, Imazethapyr zu 50 % mehr (1, S.32). Diese Situation ist möglicherweise gesundheitsgefährdend für die Bevölkerung und die Tiere, und ist ferner von ökonomischen Gesichtspunkten aus unhaltbar.
(7) Vitta, J.I., Tuesca, D., & Puricelli, E. (2004) Widespread use of glyphosate tolerant soybean and weed community richness in Argentina. Agriculture, Ecosystems & Environment. doi:10.1016/j.agee.2003.10.016.
(8) Faccini, D. (2000) Los cambios tecnológicos y las nuevas especies de malezas en soja. Universidad de Rosario, AgroMensajes No 4 pag. 5, December 2000.
(9) Puricelli, I., Faccini, D., Tenaglia, M. & Vergara, E. (2003) Control de Trifolium Repens con distintas dosis de herbicidas. Siembra Directa. Aapresid, year 14, No. 70, p. 39/40, December 2003.
(10) Papa, J. C. M. (2004) Malezas tolerantes y resistentes a herbicidas. Presentation at Seminar Sustentabilidad de la Produccion Agrícola, in Buenos Aires, Argentina, 29th and 30th March 2004.
Die Roundup Ready (RR) Technologie führt daher zur völligen Abhängigkeit der Landwirte von dem Herbizid Glyphosat.
Durch die fortwährende Nutzung eines einzigen Herbizids breiten sich jedoch solche Wildkräuter aus, die gegenüber diesem Spritzmittel toleranter sind (7). Nach einigen Jahren werden einzelne Wildpflanzen sogar resistent gegen das Spritzmittel (1, S.4).
Mehrere Pflanzenarten haben bereits eine Verträglichkeit gegen Glyphosat entwickelt (7,8,9,10). Glyphosattolerante Pflanzen benötigen eine noch höhere Dosis von Glyphosat. Es entsteht ein Teufelskreis, bei dem der Herbizidverbrauch weiter ansteigt.
Die Gesamtmenge an Glyphosat, die in Argentinien für Sojabohnen eingesetzt wird, hat sich von 1996/97 bis 2003/04 ver-56-facht (1, S.32). Zum einen, weil sich Anbaufläche für Gen-Soja in diesen acht Jahren ver-35-fachte; zum anderen, weil auch pro Hektar 58 % mehr Glyphosat zum Einsatz kam. Letzten Endes werden die bereits toleranten Arten eine komplette Resistenz gegen Glyphosat entwickeln, was dann den immer weiter steigenden Einsatz von noch giftigeren Herbiziden erfordert.
Die ökonomischen und ökologischen Konsequenzen von herbizidresistenten Wildpflanzen werden in den USA ersichtlich, wo das "Marestail" (lateinisch: Conyza canadensis) eine Glyphosat-Resistenz entwickelt und Millionen von Äckern befallen hat (1, S.34). Die Landwirte sind nun dazu gezwungen, immer giftigere Herbizide, wie 2,4-D und Dicamba zu benutzen (1, S.34).
Argentinien wird, in Anbetracht seines gegenwärtigen Vertrauens auf Glyphosat, mit den gleichen Problemen und dem zusätzlichen Herbizidbedarf zur "Rettung" der Pflanzen konfrontiert werden. Seit 2001 ist die eingesetzte Menge des Herbizids Dicamba um 157 % angestiegen. Das Herbizid 2,4-D wurde zu 10 % mehr gespritzt, Imazethapyr zu 50 % mehr (1, S.32). Diese Situation ist möglicherweise gesundheitsgefährdend für die Bevölkerung und die Tiere, und ist ferner von ökonomischen Gesichtspunkten aus unhaltbar.
(7) Vitta, J.I., Tuesca, D., & Puricelli, E. (2004) Widespread use of glyphosate tolerant soybean and weed community richness in Argentina. Agriculture, Ecosystems & Environment. doi:10.1016/j.agee.2003.10.016.
(8) Faccini, D. (2000) Los cambios tecnológicos y las nuevas especies de malezas en soja. Universidad de Rosario, AgroMensajes No 4 pag. 5, December 2000.
(9) Puricelli, I., Faccini, D., Tenaglia, M. & Vergara, E. (2003) Control de Trifolium Repens con distintas dosis de herbicidas. Siembra Directa. Aapresid, year 14, No. 70, p. 39/40, December 2003.
(10) Papa, J. C. M. (2004) Malezas tolerantes y resistentes a herbicidas. Presentation at Seminar Sustentabilidad de la Produccion Agrícola, in Buenos Aires, Argentina, 29th and 30th March 2004.
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