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ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.

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Samstag, 22. November 2008

Gen-Pflanzen: vom globalen Anbau zum Wiener Schnitzel



"Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nimmt weltweit zu", jubilieren gentechnikfreundliche Kreise. Es soll der Eindruck erweckt werden, dass Gen-Pflanzen bereits überall wachsen und wir es nur noch nicht mitbekommen haben. Doch das ist nicht der Fall!


In nüchternen Zahlen ausgedrückt, wuchsen 2005 auf circa 90 Millionen Hektar Gen-Pflanzen. Das sind nicht mehr als sechs Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche weltweit. Es ist nicht zu leugnen: Mit jedem Jahr erhöht sich die Zahl der Gen-Pflanzen auf unserem Planeten. Doch Widerstand ist ganz und gar nicht zwecklos. Zumal die hier genannten Zahlen auf Schätzungen des gentechnikfreundlichen ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) beruhen, der die Zahlen gerne nach oben korrigiert. Außerdem: Die Zuwachsrate bei dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist im Jahr 2005 die Niedrigste seit 1996 gewesen. Während letztes Jahr noch 20 % Anbausteigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, sind es dieses Jahr nur elf Prozent.

Wo die Genpflanzen wachsen:
Genmanipulierte Pflanzen werden zurzeit in 21 Ländern angebaut - 95 Prozent dieser Pflanzen wachsen in fünf Ländern:
  • USA (55 %): Soja, Mais, Baumwolle, Raps, Zucchini, Papaya
  • Argentinien (19 %): Soja, Mais, Baumwolle
  • Brasilien (10,4 %): Soja
  • Kanada (6,4 %): Raps, Mais, Soja
  • China (3,7 %): Baumwolle
Der kommerzielle Anbau von Gen-Pflanzen konzentriert sich auf Soja (circa 60%), die hauptsächlich im Futtertrog der Tiere landet. Dahinter folgen Mais (24 %), Baumwolle (11 %) und Raps (5 %).

Gen-Soja in Brasilien
Brasilien gilt als größter Anbieter gentechnikfreier Soja. Bis 2003 war der Anbau von Gen-Soja dort verboten. Doch im Süden des Landes wurde zunächst illegal genmanipulierte Soja angebaut. Mit der Legalisierung hat der Gen-Sojaanbau dann massiv zugenommen! Seit 2004 hat sich die Gen-Sojaanbaufläche in Brasilien nach Angaben des ISAAA mehr als verdoppelt (von 4,4 Millionen Hektar auf 9,4 Millionen Hektar).


Koexistenz unmöglich - Gen-Pflanzen in Europa

In Europa werden Gen-Pflanzen bis jetzt meist nur auf wenigen Hundert Hektar angebaut (zum Beispiel 2005 in Deutschland auf 300 Hektar). Aber trotzdem gibt es seit 2004 vier Länder mehr, in denen Gen-Pflanzen auf den Äckern stehen - darunter die drei EU-Staaten Frankreich, Portugal und die Tschechische Rebublik. Die größten europäischen Anbauflächen befinden sich in Rumänien (100.000 Hektar) und Spanien (50.000 Hektar). Die Auswirkungen auf die Umwelt sind dort schon deutlich zu spüren. Spanische Bauern, die gentechnikfreien Mais anbauen wollen, mussten feststellen, dass Koexistenz nicht möglich ist.

Zum Weiterlesen:


 
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Was können Sie außerdem tun?


  • Achten Sie auf das Kleingedruckte, denn Lebensmittel aus Gen-Pflanzen müssen gekennzeichnet werden.

  • Fragen Sie an der Fleischtheke, ob die Tiere ohne Gen-Pflanzen gemästet wurden.

  • Fordern Sie von den Herstellern tierischer Produkte kein Gen-Futter einzusetzen.

  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie ökologisch erzeugte Produkte.

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