Gen-Pflanzen: vom globalen Anbau zum Wiener Schnitzel
"Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nimmt weltweit zu", jubilieren gentechnikfreundliche Kreise. Es soll der Eindruck erweckt werden, dass Gen-Pflanzen bereits überall wachsen und wir es nur noch nicht mitbekommen haben. Doch das ist nicht der Fall!
Wo die Genpflanzen wachsen:
Genmanipulierte Pflanzen werden zurzeit in 21 Ländern angebaut - 95 Prozent dieser Pflanzen wachsen in fünf Ländern:
- USA (55 %): Soja, Mais, Baumwolle, Raps, Zucchini, Papaya
- Argentinien (19 %): Soja, Mais, Baumwolle
- Brasilien (10,4 %): Soja
- Kanada (6,4 %): Raps, Mais, Soja
- China (3,7 %): Baumwolle
Gen-Soja in Brasilien
Brasilien gilt als größter Anbieter gentechnikfreier Soja. Bis 2003 war der Anbau von Gen-Soja dort verboten. Doch im Süden des Landes wurde zunächst illegal genmanipulierte Soja angebaut. Mit der Legalisierung hat der Gen-Sojaanbau dann massiv zugenommen! Seit 2004 hat sich die Gen-Sojaanbaufläche in Brasilien nach Angaben des ISAAA mehr als verdoppelt (von 4,4 Millionen Hektar auf 9,4 Millionen Hektar).
Koexistenz unmöglich - Gen-Pflanzen in Europa
In Europa werden Gen-Pflanzen bis jetzt meist nur auf wenigen Hundert Hektar angebaut (zum Beispiel 2005 in Deutschland auf 300 Hektar). Aber trotzdem gibt es seit 2004 vier Länder mehr, in denen Gen-Pflanzen auf den Äckern stehen - darunter die drei EU-Staaten Frankreich, Portugal und die Tschechische Rebublik. Die größten europäischen Anbauflächen befinden sich in Rumänien (100.000 Hektar) und Spanien (50.000 Hektar). Die Auswirkungen auf die Umwelt sind dort schon deutlich zu spüren. Spanische Bauern, die gentechnikfreien Mais anbauen wollen, mussten feststellen, dass Koexistenz nicht möglich ist.
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