Gen-Pflanzen: vom globalen Anbau zum Wiener Schnitzel
Wer bestimmt das Gentechnik-Saatgutgeschäft?
Dazu kommt noch ein weiterer Monopolist - Syngenta, der sehr viele Patentanmeldungen auf Tausende von Gen-Sequenzen im Reis für sich beansprucht. Der Anbau von Gen-Reis ist in China extrem umstritten und die biologische Sicherheit kann dort nicht gewährleistet werden, weil es dort so viele Reisfelder gibt. Allein durch Freisetzungsexperimente gibt es bereits massive Auskreuzungsprobleme in China. Zum Teil kreuzt sogar Reis aus, der noch nicht für den Verzehr genehmigt wurde.
Das Saatgutgeschäft - auch das gentechnikfreie - ist inzwischen insgesamt sehr stark monopolisiert: Es gibt weltweit nur elf international agierende Konzerne, die das Saatgutgeschäft unter sich aufteilen und damit zukünftig immer mehr darüber bestimmen, was wo auf dem Acker (und damit auf dem Teller) landen wird:
1. Monsanto - USA (vor allem nachdem Monsanto auch noch Seminis aufgekauft hat, der weltweit größte Gemüse-Saatgutkonzern)
2. Dupont/Pioneer - USA
3. Syngenta (Schweiz)
4. Groupe Limagrain (Frankreich)
5. Kleinwanzlebener Saatzucht (Deutschland)
6. Land O'Lakes (USA)
7. Sakata (Japan)
8. Taikii (Japan)
10. DLF-Trifolium (Dänemark)
11. Delta & Pine Land (USA)
(Quelle: etc-group Communiqué, Sept./Oktober 2005, Issue # 90)
| Kommentare | Einfügen |

