Gen-Pflanzen: vom globalen Anbau zum Wiener Schnitzel
Soja schmiert die Massentierhaltung
Die aus Asien stammende uralte Kulturpflanze Soja wird erst seit Ende des zweiten Weltkrieges im Westen geschätzt. Der Anteil, der als Sojasoße oder Tofu aus vielen Küchen nicht mehr wegzudenken ist oder als Sojalecithin in unserem Speiseeis oder in der Schokolade landet, ist allerdings äußerst gering und - in Deutschland - zudem gentechnikfrei. Soja steht vielmehr auf dem Speiseplan von Schweinen, Hühnern und Kühen. Günstig auf dem Weltmarkt zu erhalten und optimal in der Eiweißzusammensetzung wird es tonnenweise zu Tierfutter verarbeitet.
Soja hat hier heimische Eiweißspender wie Erbsen und Ackerbohnen fast vollständig aus dem Trog verdrängt. Die "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft"-Ideologie führt dazu, dass für unseren Fleischkonsum immer mehr Tierfutter benötigt und angebaut wird - auch genmanipulierte Soja, die mittlerweile die Hälfte des Soja-Anbaus ausmacht.
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