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ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.

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ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.



Mittwoch, 7. Januar 2009

Gentechnik im Trog



Sojabohne und Sojaschrot


Der weltweit wachsende Öl- und Eiweißkonsum ließ seit 1965 die Erzeugung von Ölsaaten (vor allem Soja- und Rapsanbau) weltweit um das Dreifache steigen. Die wichtigsten Anbauländer für Sojabohnen sind die USA, Brasilien und Argentinien. In den USA und in Argentinien hat sich in den vergangenen Jahren die Anbaufläche gentechnisch veränderter Sojabohnen (Roundup-Ready Soybeans von der Firma Monsanto) stark ausgedehnt.

In den USA werden 2004 etwa 85 Prozent der Soja-Anbaufläche mit Gen-Soja bepflanzt . In Argentinien sind schätzungsweise sogar 99 Prozent der Sojaanbaufläche mit Gentechnikpflanzen bestückt. In großen Teilen Brasiliens wird hingegen weiterhin kein Gen-Soja angebaut, so dass gentechnikfreie Ware von dort ausreichend lieferbar ist.

Nach Deutschland werden vor allem Sojabohnen aus den USA und aus Brasilien eingeführt. Soja aus Süd- und Nordamerika wird etwa zur Hälfte unverarbeitet nach Deutschland geliefert und erst hier in Ölmühlen verarbeitet. Bei der Extraktion entstehen aus der Sojabohne etwa 20 Prozent Sojaöl und 80 Prozent Sojaschrot.

Sojaschrot ist für die Viehmast in Deutschland inzwischen von außerordentlicher Bedeutung. Sojaschrot deckt zu mindestens zwei Dritteln den Bedarf an eiweißhaltigem Tierfutter. So erhalten Milchkühe z.B. Sojaschrot als Kraftfutter. Vor allem wird es aber in der Schweinemast und in der Geflügelhaltung umfangreich eingesetzt, da die Masttiere durch seine spezielle Eiweißzusammensetzung besonders schnell zunehmen. So kann man davon ausgehen, dass derzeit über 80 Prozent der deutschen Schweine zumindest teilweise mit gentechnisch veränderter Soja gemästet werden.


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Was können Sie außerdem tun?


  • Achten Sie auf das Kleingedruckte, denn Lebensmittel aus Gen-Pflanzen müssen gekennzeichnet werden.

  • Fragen Sie an der Fleischtheke, ob die Tiere ohne Gen-Pflanzen gemästet wurden.

  • Fordern Sie von den Herstellern tierischer Produkte kein Gen-Futter einzusetzen.

  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie ökologisch erzeugte Produkte.

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