Gentechnik im Trog
- Beispiel Soja
Dass längst nicht alle Risiken geklärt sind, ist auch den offiziellen Stellen klar: Die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) stellte 1999 fest, dass die Fütterungsversuche, deren Ergebnisse die Firma Monsanto zur Zulassung ihrer Gen-Soja im Jahre 1996 vorgelegt hatte, wissenschaftlich unzureichend waren. Auch das Umweltbundesamt in Österreich kritisiert in einer Studie aus dem Jahr 2003, dass bei der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen als Tierfutter nur unzureichende Fütterungsversuche durchgeführt werden.
Dass die Gen-Soja Pflanzen sich tatsächlich von den normalen Pflanzen in wesentlichen Punkten unterscheiden, zeigte sich bei verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen: Die Pflanzen enthalten unbeabsichtigte zusätzliche Genabschnitte, deren Funktion unklar ist, sie unterscheiden sich in Bezug auf natürlicherweise vorkommende pflanzliche Östrogene und sie neigen zu einer stärkeren Verholzung - alles Zeichen dafür, dass der Stoffwechsel der Pflanzen unkontrolliert verändert wurde.
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