Bei den Futtermittelherstellern fällt die Wahl in der Regel auf das billigste Produkt. Genmanipuliertes Sojaschrot ist etwas billiger als gentechnikfreie Soja und wird daher verstärkt eingesetzt. Paradox, denn die zusätzlichen Kosten für Tierfutter ohne Gen-Pflanzen sind erst durch die Einführung genmanipulierter Soja entstanden, müssen aber von denjenigen getragen werden, die auf Gentechnik verzichten wollen. Der Grund: Damit konventionelle Ware nicht mit Gen-Pflanzen vermischt wird, bedarf es gesonderter Transporte, einer Umstellung der Futtermühlen und regelmäßiger Kontrollen.
Milch aus Fütterung ohne Gen-Pflanzen kostet die Landwirte nur rund 0,25 Cent pro Liter mehr. Bei den Landwirten wird Müller daher kaum auf Widerstand stoßen, sollten Futtermittel ohne Gen-Pflanzen zur Pflicht werden. Vorausgesetzt Müller ist bereit, die minimalen Mehrkosten für die Fütterung ohne Gen-Pflanzen zu übernehmen.


