Das EinkaufsNetz

ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.

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ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.



Sonntag, 7. September 2008

Gen-Maisanbau: Molkereien in der Verantwortung



Gen-Maisanbau in Deutschland - was geht das die Molkereien an? Sehr viel, denn Mais wird hauptsächlich an Kühe verfüttert, deren Milch dann bei den Molkereien landet. Greenpeace wollte von den Molkereien wissen, ob sie ausschließen können, dass bei ihren Vertragsbauern Gen-Mais im Futtertrog landet.


März 2006: Sieben Molkereien distanzieren sich von dem umstrittenen Anbau - darunter Ehrmann und Berchtesgadener Land. Doch neun der zehn größten deutschen Molkereien, unter anderem Marktführer wie Campina/Landliebe und Müller-Milch kümmern sich weiterhin nicht um Verbraucherwünsche. Sie lassen ihre Vertragslandwirte beim Anbau von Gen-Mais gewähren.

Dadurch sind sie mitverantwortlich dafür, dass der Gen-Mais im Jahr 2006 auf einer Fläche von fast 1900 Hektar wachsen soll. Das sind 0,1 Prozent der deutschen Maisanbaufläche. Es dürfte also für die Molkereien ein Leichtes sein auf diese Pflanzen bei der Fütterung zu verzichten. Der auch in Deutschland angebaute Gen-Mais MON810 der Firma Monsanto produziert ein Gift, das auf Schädlinge wie den Maiszünsler tödlich wirkt. Das Bt-Gift kann jedoch auch geschützte Insekten schädigen und sich im Boden anreichern. Die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen haben den Anbau des Gen-Maises bereits verboten

Ein Verzicht auf Gen-Mais bei der Fütterung wäre ein erster kleiner Schritt hin zu einer Fütterung, die komplett auf Gen-Pflanzen verzichtet. Drei Firmen, Berchtesgadener Land, Andechser Molkerei und die Upländer Bauernmolkerei haben dies mit ihren Landwirten vereinbart: Bei ihren Bauern landet nicht nur kein Gen-Mais in den Trögen, sondern sie verzichten auch auf Gen-Soja aus Argentinien und Brasilien.

Doch einigen Firmen ist selbst dieser kleine Schritt zuviel: Nordmilch, Hochwald, Müller Milch, Campina/Landliebe, MUH, Omira, BMI, Ammerland, Breisgaumilch und Goldsteig unternehmen nichts gegen den Gen-Maisanbau. Die Humana Milchunion will sich zwar im Einzelfall bei ihren Landwirten gegen Gen-Mais einsetzen, dies aber nicht verbindlich regeln.

Von April bis Juli 2006 haben 1770 Marktaktivisten gegen diese Haltung der Molkereien protestiert - bislang weitgegehend ohne Erfolg. Auch 2007 wollen einige Bauern wieder Gen-Mais anpflanzen.

Auf unserer animierten und fortlaufend aktualisierten Gen-Mais-Karte erfahren Sie, wo der Gen-Mais 2007 stehen soll.


 




Was können Sie außerdem tun?


  • Achten Sie auf das Kleingedruckte, denn Lebensmittel aus Gen-Pflanzen müssen gekennzeichnet werden.

  • Fragen Sie an der Fleischtheke, ob die Tiere ohne Gen-Pflanzen gemästet wurden.

  • Fordern Sie von den Herstellern tierischer Produkte kein Gen-Futter einzusetzen.

  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie ökologisch erzeugte Produkte.

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