Triclosan wird zudem durch die Haut und die Schleimhäute aufgenommen und kann sich im Fettgewebe des Körpers anreichern. Nach Angaben von Ciba werden 10-25 Prozent der etwa durch Kosmetika auf die Haut aufgetragenen Triclosan-Menge vom Körper aufgenommen. Es wurde wiederholt sogar in Muttermilch nachgewiesen.
Triclosan kann von der Produktion her mit chlorierten Dioxinen und Furanen verunreinigt sein, die zu den stärksten bekannten Schadstoffen für Mensch und Umwelt gehören. Damit nicht genug: Triclosan das in kommerziellen Textilien enthalten ist, kann sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht teilweise in chlorierte Dioxine umwandeln.
Unsere Kleidung kann somit durch Triclosanzusätze wie sie z.B. in "Sanitized"-Produkten (s.u.) zu finden sind, zu einer kleinen Dioxinfabrik werden und unseren Körper mit dem Ultragift belasten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Triclosan einer der Verursacher der verbreiteten Dioxinbelastung in der Umwelt ist.
Bei häufiger Anwendung von Desinfektionsmitteln besteht die Gefahr der Bildung resistenter Keime (ähnlich wie bei Antibiotika). Das heißt, im Ernstfall stehen diese Mittel nicht mehr zur Bekämpfung von gefährlichen Mikroorganismen zur Verfügung. Die verbreitete Anwendung von Triclosan hat bereits nachweisbar zur Bildung resistenter Keime geführt. Es wurden so genannte Kreuzresistenzen beobachtet. Keime entwickelten eine Unempfindlichkeit gegen Triclosan und konnten dann auch durch die Behandlung mit einigen Antibiotika nicht mehr bekämpft werden.


