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fordert, gefährliche Chemikalien endlich aus alltäglichen Produkten wie Creme, Schuhe oder Möbel zu verbannen.

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Samstag, 22. November 2008

Scoubidou: der giftige Flechtspass



Scoubidou-Bänder waren der Spielzeugrenner der Saison. Dabei enthalten die farbigen Bändchen eine ganze Palette gesundheitsschädlicher Stoffe: Vor allem Weichmacher, die so genannten Phthalate gelten als Krebs erregend und fortpflanzungsschädigend. Und der bunte Flechtspaß ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr Kinderspielzeug noch immer mit gesundheitsgefährdenden Substanzen belastet ist.


Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) aus Stuttgart beanstandete in seinem Jahresbericht 2004 ein Drittel der von ihnen getesteten 1448 Bedarfsgegenstände - darunter Luftballons, Deckeldichtungen für Säuglinsnahrung und Schnorchelmundstücke.

Neben Weichmachern fanden die Wissenschaftler Stabilisatoren, die das Hormonsystem beeinträchtigen, Lösungsmittel, Krebs erregende Nitrosamine und giftige Schwermetalle. Diese Stoffe finden sich im menschlichen Körper wieder: "Vor zwei Jahren haben Wissenschaftler an der Universität Erlangen eine auffallend hohe Belastung der Bevölkerung mit Weichmachern festgestellt," erklärt Ulrike Kallee, Chemie-Expertin bei Greenpeace. Nach den Ergebnissen der Stuttgarter Behörde sei das eigentlich kein Wunder.

Ende Juli hatte die EU-Behörde reagiert und zumindest sechs der gefährlichsten Weichmacher in Kinderspielzeug verboten. In vielen anderen Produkten (z.B. Parfums) sind die gefährlichen Stoffe aber weiterhin erlaubt. Und es gibt immer noch über 100.000 Chemikalien, von denen wir überhaupt nicht wissen, wie sie wirken. Die EU-Chemikalienreform REACH soll Abhilfe schaffen. Doch ausgerechnet der deutsche Eu-Vize-Präsident Günther Verheugen stellt sich gegen den Gesetzesentwurf.

Das müssen Sie nicht hinnehmen!

Schreiben Sie dem deutschen EU-Vize-Präsidenten Günter Verheugen eine Protestmail. Fordern Sie ihn auf, sich für Verbraucherinteressen einzusetzen, und sich nicht zum Handlanger der Chemieindustrie zu machen!

Zum Weiterlesen:

  • Gefährliche Chemikalien überall - eine Einführung

  • Düfte - herrlich oder gefährlich?

  • Jahresbericht des CVUA Stuttgart aus dem Jahr 2004


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    Was können Sie tun?


    • Informieren Sie sich über schadstoffarme Produkte und Lebensmittel: Werfen Sie einen Blick auf verschiedene Tests und Ratschläge von Greenpeace-Österreich und Ökotest.
    • Schauen Sie nach schadstoffarmen Produkten, z. B. solche, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind oder von der Zeitschrift Ökotest empfohlen werden.
    • Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel, die in der Regel frei von Pestiziden sind.

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    Zum Weiterlesen:

    Schauen Sie sich auch unsere Seite "Tipps und Tricks für den Alltag" an. Dort erfahren Sie, wie Sie sich gesund ernähren können - ganz einfach, preiswert und ohne viel Aufwand.