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Mittwoch, 7. Januar 2009

REACH - für ein giftfreies Europa



Giftcocktail aus der Nabelschnur


Schützt die Plazenta das ungeborene Leben vor gefährlichen Industriechemikalien? Leider nein. Die aktuell veröffentlichte Studie von Worldwide Fund for Nature (WWF) und Greenpeace belegt, dass über die Nabelschnur eine Vielzahl von Chemikalien direkt in den Körper des ungeborenen Kindes gelangt. Die in Blutproben gefundenen Substanzen können für Mutter und Kind gesundheitsschädlich sein. Neben bromierten Flammschutzmitteln, künstlichen Moschusdüften und Weichmachern fand man sogar das längst verbotene Pestizid DDT.

Es gibt zurzeit über 100.000 ungeprüfte Chemikalien am Markt, die aus Alltagsprodukten wie Konserven, Kleidungsstücken und Lebensmittelverpackungen entweichen. Auch Plastikspielzeug, Kosmetikartikel und Computer setzen eine Vielzahl von Stoffen frei, die über Hautkontakt, die Nahrung oder beim Atmen direkt in die menschliche Blutbahn gelangen. Deshalb hat fast jeder Mensch einen Giftcocktail im Blut, von dem man nicht weiß, wie er wirkt. Obwohl die Stoffe zum Teil seit Jahrzehnten auf dem Markt sind, ist über ihre Langzeitwirkungen bisher wenig bekannt.

Das EU-Chemikaliengesetz REACH. (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) soll Abhilfe schaffen. Doch die Chemielobby will die Reform völlig verwässern!

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Was können Sie tun?


  • Informieren Sie sich über schadstoffarme Produkte und Lebensmittel: Werfen Sie einen Blick auf verschiedene Tests und Ratschläge von Greenpeace-Österreich und Ökotest.
  • Schauen Sie nach schadstoffarmen Produkten, z. B. solche, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind oder von der Zeitschrift Ökotest empfohlen werden.
  • Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel, die in der Regel frei von Pestiziden sind.

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