Das EinkaufsNetz

fordert, gefährliche Chemikalien endlich aus alltäglichen Produkten wie Creme, Schuhe oder Möbel zu verbannen.

Schriftgrösse
 A | A | A

Das EinkaufsNetz

fordert, gefährliche Chemikalien endlich aus alltäglichen Produkten wie Creme, Schuhe oder Möbel zu verbannen.



Sonntag, 5. Juli 2009

REACH - für ein giftfreies Europa



Alles im Fluss? PFTs gehören nicht in die Nahrungskette!


10. November 2006: 20 Greenpeace-Aktivisten wollten dem bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) heute Wasserproben aus der mit Chemikalien belasteten Alz übergeben. Doch im bayerischen Umweltministerium wollte niemand die Brühe entgegennehmen. Angeblich war der Minister nicht da. Nach anderthalb Stunden Wartezeit wollten sich die Aktivisten selbst überzeugen und sahen nach.

Schnappauf war wirklich nicht da. Die Wasserproben haben die Aktivisten dem Minister einfach dagelassen - als Erinnerung und mit der Aufforderung, die Gifteinleitung in den Fluss sofort zu beenden. Greenpeace hatte am Tag zuvor bekannt gemacht, dass der Chemiepark Werk Gendorf bei Burgkirchen große Mengen von Perfluorierten Chemikalien (PFT) als Abwasser in die Alz leitet.

Sogar im Trinkwasser der Umgebung wurden Spuren des Stoffes gefunden, der sich im Körper anreichert und im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Besonders bedenklich: Perfluorierte Chemikalien sind sehr langlebig. Einmal in die Nahrungskette gelangt, bauen sie sich so gut wie gar nicht ab. Deshalb finden sich die Chemikalien im menschlichen Blut, und über die Nabelschnur werden Babys bereits im Mutterleib mit dem Gift versorgt.

Einen sorgfältigeren Umgang mit Chemikalien will die Europäische Union mit dem Gesetz REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) regeln. Der Fall Gendorf zeigt, wie dringend das ist. Doch in Brüssel ist umstritten, ob der Ersatz gefährlicher chemischer Stoffe – wie PFT – verbindlich vorgeschrieben wird. Am 13. Dezember 2006 will das EU-Parlament über die wichtige Reform abstimmen.

Zum Weiterlesen:


Zurück  
Seite 2 / 10




Mehr aus diesem Artikel

Was können Sie tun?


  • Informieren Sie sich über schadstoffarme Produkte und Lebensmittel: Werfen Sie einen Blick auf verschiedene Tests und Ratschläge von Greenpeace-Österreich und Ökotest.
  • Schauen Sie nach schadstoffarmen Produkten, z. B. solche, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind oder von der Zeitschrift Ökotest empfohlen werden.
  • Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel, die in der Regel frei von Pestiziden sind.

Aktiv werden

E-Card "Schlappe Spermien"


Sagen Sie Ihren Freunden, warum wir ein starkes EU-Chemikalienrecht brauchen!


Zum Weiterlesen:

Schauen Sie sich auch unsere Seite "Tipps und Tricks für den Alltag" an. Dort erfahren Sie, wie Sie sich gesund ernähren können - ganz einfach, preiswert und ohne viel Aufwand.