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Sonntag, 12. Oktober 2008

Eine Rangliste für "grüne" Elektronik



16. September 2008: Nokia wird immer grüner


Am Dienstag, den 16. September 2008, hat Greenpeace die neue Rangliste für Grüne Elektronik veröffentlicht. Zwar grünt nicht alles, wie es sollte - bei einigen Firmen ist dennoch ein Fortschritt zu beobachten.

Ganz oben an der Spitze positioniert sich Nokia mit sieben von zehn möglichen Punkten. Das gute Ergebnis kommt vor allem durch das verbesserte Rücknahmeangebot in Indien zustande.


Klicken Sie in der Animation auf die unterschiedlichen Versionen und Sie können sehen, wie sich die Firmen bewegt haben.

Zum zweiten Mal wurde beim Ranking auch der Energieverbrauch der Geräte berücksichtigt: Immerhin ist die Elektroindustrie mittlerweile für rund zwei Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

"Die meisten Firmen konnten den verschärften Kriterien für giftige Inhaltsstoffe, Elektroschrott und Energieverbrauch nachkommen", sagt Iza Kruszewska, Chemie-Kampagnerin bei Greenpeace International.

Apple, Nokia, Sony Ericsson und Samsung liegen beim Energieverbrauch vorne. Auch Toshiba sei ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, dass seine Klimapolitik enorm verbessert habe, so Kruszewska.

Fujitsu Siemens Computers belegt mit 5,5 Punkten den dritten Platz - ein großer Fortschritt zu Platz 15 im letzten Ranking. Bis Ende 2010 sollen alle Produkte frei von PVC und bromierten Flammenschutzmitteln (BFR) sein.

Rang vier und fünf belegen Sony Ericsson und Sony, beide mit 5,3 Punkten. Bis jetzt sind noch keine Computer ohne PVC und Flammenschutzmittel auf dem Markt - viele neue Produkte weisen aber deutlich geringere Mengen auf.

Apple Chef Steve Jobs kündigte letzte Woche an, der neue iPod werde frei von PVC, Flammenschutzmitteln und Quecksilber sein. Damit würde Apple Unternehmen wie Nokia und Sony Ericsson folgen.

"Apples Vorhaben, sämtliche Giftstoffe bis Ende 2008 aus seinen Produkten zu verbannen, ist ein wirklich positiver Schritt", meint Kruszewska. Kritisch hingegen ist der neue iPod Akku: Die Kosten für eine Neuanschaffung sind beinahe so hoch wie ein neues Gerät.

Im Umgang mit Elektroschrott und der Entsorgung schneidet Philips am schlechtesten ab und belegt Platz zwölf. Das Unternehmen gehörte zur Electronic Manufacturers' Coalition for Responsible Recycling.

Viele Unternehmen verließen die Koalition jedoch aus Angst vor möglichen Strafen nach der Veröffentlichung des Greenpeace Rankings. Die Gruppe löste sich deshalb im August auf.

Ganz unten im Ranking stehen Sharp mit 3,1 Punkten, Microsoft mit 2,2 Punkten und immer noch völlig abgeschlagen Nintendo mit 0,8 Punkten.

Zum Weiterlesen:
Eine detaillierte Bewertung der Firmen finden Sie in unserem übersichtlichen, englischsprachigen Ranking (PDF, 1,19 MB)


 
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